Samstag, 8. November 2014

DJIMALAYA - Isrealische Pfadfinder AHOI!


Ich habe in meinem ganzen Leben noch keine authentische jüdische bzw. israelische Küche genossen. Im Ravencove hatten wir vor kurzem Gäste aus Israel, die uns ganz lieb kleine Talismane zum Schutz gegen böse Geister aus Jerusalem mitgebracht hatten. Aber das war der bis dato erste und einzige echte Kontakt mit Isreal, bis wir heute das DJIMALAYA entdeckten. Das DJIMALAYA in der Invalidenstraße verspricht nicht zu wenig: Das Essen schmeckt wirklich nicht ganz koscher. Oder wie nennt man die sauersten Gurken und Oliven der Welt sonst, die wie Center Schocks im Mund sofort für Würgereflexe sorgen? Ein persönliches Aha!- Erlebnis für mich: Sauer macht lustig - die Vorspeise dient in Isreal vielleicht zum Anregen hitzig - witziger Debatten über dem Hauptgang, der kam - und siegte!

Das Hummus schmeckt ein bisschen zu gut, um noch gesund zu sein. Das Rindersteak ist Tatsache göttlich und wer immernoch nicht religiös verzückt herumprobiert sollte vielleicht mal das Mana kosten. Das gibt es auch! Außerdem kostenlos Brot, das man teilen kann oder auch lieber nicht. Es schmeckt angenehm süß und wird dampfend warm geliefert - der Brotkorb kann locker als eigenes Menü durchgehen (für so Brotjunkies wie mich). Zu Trinken gab es Schwarzen Tee mit Allerlei und Classics. Ich hatte schwarzen Tee mit Honig und einer Zimtstange darin: Schmeckt! Mein Salat war sehr lecker, so eine Art Couscous, und die Sauce, die uns zu den Säuerlichkeiten gereicht wurde, war schärfster Bärlauchpamps, der sofort einen Protest in der Magengegend hervorrief, jedoch zu lecker war, um auf die Warnrufe von unten zu hören. Zum Abschluss aß ich sehr angetan von seiner Apfelmusigkeit ein Stück "Sebastian Tart Tartin" - was dünner Mürbeteig sein könnte, auf den jemand Apfelmus so angerichtet hat, dass er nicht herunterrutschen kann. Fazit: Ich bin begeistert!







Ein paar Stunden später sitze ich nun viel zu satt mit leichtem Bauchkneifen (oh dieser Bärlauch...) in meinem Schreibersessel und überlege mir, wie und wann ich wohl wieder ins DJIMALAYA komme. Es war eine echte Geschmacksreise, etwas für Extremgourmets und Fans von Hummus. Eins ist aber sonnenklar: Ich komme wieder - und dann gönn ich mir ein bisschen Bärlauch, Brot und Kichererbsen. War nämlich lecker!