Mittwoch, 20. Januar 2016

Relaxed&Gut
Freiheit trotz Gefangenschaft (0.5 x ;-))

Innerer Frieden: So geht das

Manchmal braucht man einen Szenenwechsel. Manchmal ist dafür aber einfach kein Geld da.
Was tun?
Was Ghandhi getan hätte: Seinen Peinigern mit äußerster, hochkonzentrierter Ruhe und Gelassenheit gegenüber treten. Wenn in der Erziehung alles durcheinander fliegt, einfach auf den inneren Mönch berufen. Fühl, wie du brennen könntest für eine bessere Welt, in der sich einfach mal benommen wird. Lass die innere Wärme in dir aufsteigen, fühl ihr nach, bis dein negatives Gefühl runtergebrannt ist und als kleine Rauchsäule im Nichts verpufft: Werde frei. Werde frei.
Ah - Entspannung pur, oder nicht?

Gib dieser inneren Einkehr einen Namen, damit das ewige Gefrage "Was hat Mama/Papa denn?" endlich aufhört. Sag einfach: "Ich mach grad inneren Urlaub, ich bin kurz weg". Hat sich das eingeschliffen, weiß deine Familie was dieser nach innen gekehrte, debil~beseelte Blick bedeutet, dann reicht auch ein "Urlaub" und alle kapieren, dass man dich da drin jetzt nicht stören kann. In dir drin bist du unangreifbar. In dir drin bist du frei.

Ich probiere das jetzt. Bin ja nicht der Typ für langes Mich-Selbst-Quälen oder Rumrumoren, der Post von gestern ist Gefühl von gestern! Agieren heißt Leben. Also agiere ich gegen die paar Unvermeidbarkeiten und Unabänderlichkeiten aus der Jugend-& Kinderszene an, indem ich mich innerlich stark und frei mache. Erst einmal muss man dafür ja die richtige Wortwahl finden, ihr wisst ja: Man wird, was man denkt. Also ging "Ihr könnt mich alle Mal" nicht - weil das unsympathisch, unerwachsen und fies ist. Will ich alles nicht sein. Also lieber "Ich bin im Urlaub". Ja - ich bin allein im Urlaub! Und das ist nicht die Insel "Wünsch dir was" oder "Es ist nur eine Phase" - nein, das ist Deine Insel. Da geht´s nur um dich. Ein Resort für dein inneres "Me-Time".
Ihr ahnt, wie man aus so einem tollen, eingebildeten, inneren Luxusurlaub zurückkommt?
Entspannt. Glücklich. Mit aufgeladenen Batterien. Bäume-ausreißen-Stimmung ist da angesagt!
Wenn dann wieder ein Kind mit einem unvermeidbaren Umstand kommt, buche ich einfach kurz ein Ticket für eine Reise nach "Umstandslos und Frei".
Umstandskarnickel sind ja die Kinder, weil sie nicht (zu)hören und deshalb ständig irgendwelche Umstände schaffen. Und Freiheit, echte: Die gibts eh nur in der Einbildung!In Wirklichkeit ist das ja so ein "vom Regen in die Traufe" Ding. Erst merkt man nicht, dass man nicht frei ist, weil man ein kleines Kind ist, dann merkt man es und findets richtig, dann findet mans blöd, dann will man da raus, dann darf man da raus, dann packt einen die richtige Welt, dann muss man plötzlich alles Mögliche worauf man keinen Bock hat, dann merkt man plötzlich erst, wie wenig frei man so allein ist, dann findet man vielleicht jemanden, mit dem man sich die Unfreiheit teilt und bildet sich ein, alles sei dadurch leichter (mit Glück, wenn das nicht so eine/r ist, der/die einem die eigene Unfreiheit auch noch aufhäuft) und dann irrt man sichnoch gewaltiger und denkt "Aha, so ist frei und erwachsen sein also" und dann glaubt man, so bleibt das und dann kriegt man Kinder und dann fängt dat janze von vorn an, nur umgekehrt. Am Ende kommt dann die Rente, wer Glück hat, genießt sie, und dann kommt die Gesundheitsfalle (äh...Krankheitsfalle) und dann fühlt man sich gefangen im eigenen Körper und dann kommt der Deckel. Klingt pessimistisch. Aber man darf das eben nicht so sehen. Das ist was Ghandhi konnte. Oder Jesus, als er am Kreuz hing. Man muss wissen, wie das große Ganze gemacht und gedacht ist. Man muss verstehen, was man leistet und warum. Und man muss diese große innere Ruhe finden, damit man am Kreuz nicht zappelt und alles noch schlimmer macht. Damit man im Gefängnis klüger, weiser und zufriedener wird, bescheidener auch auf eine Art.
Und wenn man das kann, dann kann dir eigentlich keiner was.
Also dann...ich packe meinen Koffer und nehme mit: Was zum Schreiben, alle meine Fotos und Familienfilme, eine Tonne Schokolade von Lindt, von mir aus was Gsundes, und einen guten Kaffee. Tschüss!