Donnerstag, 25. Februar 2016

PhiloJune
Wir sind alle gleich! Beweise ohne Gleichmacherei!

One=All

Ob Mann oder Frau, jung oder alt, groß oder klein, schlicht oder komplex, religiös oder nischts, Rechts oder Links, Single oder vacant, berufstätig oder frei: Mit dieser Liste leiste ich meinen persönlichen Beitrag zum landläufigen "Die Ausnahme ständig zelebrieren" - Hype und feiere heute mal "Die Regel". Einfach, weil mich dieses ewige Gegucke danach, wo man selbst oder irgendjemand anders ist, nervt. Du willst anders sein? Du möchtest einer Minderheit angehören?
Sorry - bei mir gibts heute nur Einheitsbrei für alle: Guten Appetit!

Da bist Du auch nicht anders als Andere

  • Lebendig 
  • Anwesend oder tot (ja, die Toten können nicht mitdiskutieren - aber es gibt nur anwesend oder tot für alle)
  • Mensch (egal ob Creationist oder Hobbyforscher - aus Evolution oder Gott wurdest DU)
  • Zufallsprodukt (Jepp - wie der Zufall so wollte, wollte er dich)
  • Müllfabrik (gilt für alle Anwesenden: Ihr macht Müll, ihr verbraucht Müll, ihr setzt Müll um!)
  • eine Last (Ja hallo! Auch DU mein Freund bist manchmal oder immer eine Last: für deine Eltern, für deine Geschwister, für deine dir nicht aus den Weg gehen könnenden Nicht & Nicht-mehr-Freunde, für deine Erzieher, Lehrer und Vorgesetzten, Kollegen, für Weg-gegangen-Platz-Vergangene, für Überholte, für den, der für dich zahlt, für deinen Pfleger oder/und deine Kinder, für die CO2 Bilanz..vielleicht sogar für DICH)
  • eine Aufgabe (ich sage nicht Herausforderung, weil dich das schonwieder vom Rest der Suppe unterscheidet. Aber eine Aufgabe bist du auf jedenfall, immer, für irgendwen. Gilt übrigens nur für Anwesende)
  • Kostenfaktor (und wenn du nur in der Negativbilanz des Staates auftauchst, du kostest)
  • Glied (ja, du bist ein Glied und wenn du ausbrichst oder schwächelst, merkst du das genauso, wie die dazugehörige Kette) 
  • zum Tode verurteilt (wenn du ganz jung bist, unter 11 zum Beispiel, dann tut es mir leid, dir das so ins Gesicht schreiben zu müssen: Aber du wirst sterben! Ich wünsche dir im Ausgleich für diese zweifelsohne bedrückende Aussicht ein schönes Leben, wenn du es nicht mit Absicht verkackst, kann das was werden!)
  • Garantielos-Minus1* (selbst Kinder, meine Damen und Herren, haben keine Garantien auf Nichts. Zum Glück leben wir in einer Gesellschaft, wo es die meisten stört, wenn dieses Nichts für ein Kind Realität wird. Für alle Erwachsenen gilt: Wenn eure Kindheit euch irgendwie verkorkst hat, macht euch bewusst, dass euch leider nichts außer Leben (+1 Garantie für den Moment*) und mit Glück Gesundheit versprochen wurde. Wenn ihr das beides habt, schätzt euch glücklich, guckt nach vorn und macht was aus beidem. Der Rest liegt doch irgendwie bei euch - und ich gebe je nachdem gern zu: That sucks!)
  • Opfer (ja, JEDER hier ist ein Opfer. Alle Menschen auf diesem Planeten. Manche sind Mehrfachopfer, manche sind Einfachopfer, aber jeder ist eins. Grundsätzlich sind wir z.B. immer Opfer der Umstände unserer Zeit. Raum & Zeit, per definitionem. Dann gibt es Menschen, die natürlich darüber hinaus noch opferiger sind, als andere: Sie haben zum Beispiel eine Religion, uU die falsche. Oder sie tragen Bart und Kaftan, kann auch schlimm sein. Manche sind krank, da kann man nicht drüber lachen, das ist Pech und Pech = Opfer. Insofern kann man lang debattieren, wer mehr vor sich hin opfert als andere, aber die bloße Behauptung es gäbe Opfer und es gäbe Täter, funktioniert so leicht nicht. Das gehört zum Vertrag der Anwesenden: Anwesenheitspflicht heißt Opferpflicht. Ist leider (noch) so.)
  • Kind (von jemandem...eines Tages vielleicht von etwas, aber dann bist du per Liste vielleicht gar kein Mensch und fällst somit aus dem Rahmen der "Wir sind alle gleich" - Debatte. Dann musst du, sollte dies schon jetzt auf dich zutreffen, eine Androiden oder Künstliche-Intelligenzen-Liste für deinesgleichen erstellen. Aber jammer nicht! Auch für dich, du künstliche Lebensform, wird es heißen: Anwesenheitspflicht = Opferpflicht!)
  • Verurteilt (und zwar von Anderen. Je weniger man dich kennt, desto weniger fairurteilt man dich, desto größer die Wahrscheinlichkeit, verurteilt zu werden. Wir müssen alle damit leben. Es bringt nichts, sich als Opfer allgemeiner Verurteilung in eine Klägerreihe zu stellen, weil es so unsinnig viele davon gibt, dass schon allein die Auswahl eines Kriteriums schier blöde wirkt. Du könntest ja genauso gut in 100 Reihen stehen und es wäre vermutlich jedes Mal irgendwie richtig. Zum Leben gehört, dass man da irgendwie durch muss - irgendwo anstehen und jammern über das eigene Opfersein ist Zeitverschwendung. Ehrlich.)
  • voller Hoffnung (na, wenn nicht selbst dann voll der Hoffnungen anderer. Angefangen beim Leben selbst, das dir so ein Survival-Programm installiert hat und hofft, dass du es nicht demontierst. Dem folgen schon deine Eltern, wenn sie deine Anwesenheit freut oder sie ihnen bewusst ist, Menschen, denen du nicht egal bist oder wenigstens der Regierung, und wenn sie wegen deines elenden Dahinsterbens von den Vereinten Nationen, der UNO oder irgendeiner anderen Organisation gerügt wird. Keiner will, dass du stirbst - und die die es wollen, haben die Hoffnung, dass dein Tod einen Unterschied macht, für sie - oder für andere. Insofern steckst du tatsächlich voller Hoffnung(en). Isso)
  • Cocktail ( wenn man davon ausgeht, dass ein Cocktail nichts anderes ist als die Mischung diverser Zutaten, die man auch "Stoffe" nennen kann, die eine bestimmte Wirkung produzieren, so bist du genau das: Ein Cocktail. Keine Ahnung, welche bei dir die Big Player sind, aber ob nun Adrenalin, Testosteron, Östrogen, Dopamin oder Oxytocin etc pp: Du bist ein Stoffmix, und je nachdem, was bei dir die Hauptkomponente ist, schmeckst du süß, salzig oder bitter. Wohl bekomms!)

Menschen sind auch nur ne Sitzgelegenheit

Diese Liste ließe sich natürlich noch u n e n d l i c h weiterführen, wirklich. Es gibt so viele banale Dinge, die zum Alltag gehören, um die keiner drumherum kommt. Energiezufuhr, oder Stoffwechsel. Und wie wir gebaut sind: Es gibt Menschen, denen fehlen Organe oder ganze Hirnregionen, aber niemandem fehlt Haut! Die ist um alle (Anwesenden) drumherum und einfach da. Jedem seine Haut natürlich, klar, da gibts wieder Unterschiede, die gern groß gemacht werden. Aber nen Bezug hat jedes Sofa. Sonst wär es keines. 


Ich & Du = =

Ich bin auch nicht viel anders als du, egal, wer hier grade liest. Ich will im Grunde einfach nur gut leben, einfach nur eine schöne Zeit haben, einfach nur das Beste draus machen und nicht zu viel Stress (tendentiell lieber gar keinen) haben. Da sind wir vermutlich einer Meinung, und das, obwohl wir uns nicht kennen!
Die ganzen Leute da draußen, die immer nur nach den Unterschieden gucken, die ständig einen Wettbewerb darum machen, welcher Unterschied wertiger, oder trauriger, oder schützenswerter ist, die tun mir leid. Sie sind so sehr damit beschäftigt, Grenzen zu ziehen, Schubladen vollzustopfen und Parteien zu gründen, dass sie die vielen schönen und schnöden Gemeinsamkeiten aus den Augen verlieren. Und damit leider allzu oft diese ganz besonderen Aspekte, die uns nunmal zum Menschen machen. Zu einem großen Ganzen.

Ich wünschte, wir würden das Gemeinsame (und ich meine nicht Gleichmacherei, sondern Gleichschätzerei!) mehr genießen. Vermutlich wär die Welt dann besser!




Foto von Ryan McGuire, as usual, von gratisography

Mittwoch, 24. Februar 2016

PhiloJune
Was geht dich das an? oder Warum ich blogge

Guter Rat ist teuer....vermutlich ist hier deshalb alles umsonst


Wenn ich blogge, sitze ich mit beginnender Nackenstarre weit über meinen PC gebeugt. Dann bin ich da drin, in den Tasten und meinen Gedanken. Dass ich andere mit meinem Schnaufen störe, lässt mich kalt. Schreiben ist ein anstrengender Schaffensprozess, ich kann bei körperlicher Arbeit einfach nicht leise sein. Und ich schnaufe ja nur! Es gibt Bloggerkollegen, die schreiben etwas vermeintlich lustiges und lachen über ihre eigenen Witze - sowas würde ich nie tun. Ich bin bescheiden. Mein Arbeitsgerät liebe und hasse ich gleichermaßen. Mein Gehirn meine ich. Es funktinoietr einwandfrei, aber eben nicht immer und manchmal rutscht es aus und dann produziert es Müll. Ich nenne das Systemfehler, wobei das schon ein Euphemismus ist, denn ich habe ja gar kein System. Ich blogge vor mich hin, also bin ich das und meistens in den Tag hinein. Wenn ich ab und an einzelne Tasten anhebe und gezielt auf meine Tastatur puste, ist das kein Ich-wünsche-mir-10.000-neue-Likes-Wunschritual, wie wenn man eine fast vergeudete Wimper von den knittrigen Augenringen tupft und sie mit geheimen Wünschen wegpustet. Das muss ich tun, weil ich beim Schreiben in gebückter Haltung unter Schnaufen auch noch krümele, weil ich aufgeregt Nahrung also Energie nachschieben muss, um das Arbeitsgerät am Laufen zu halten. Und wer krümelt, säht Unfrieden - meine Tasten fühlen sich beschmutzt und blockieren, also puste ich, kraftvoll aber auch sorgsam, um aus meinem Schreiben eine saubere Sache zu machen. Abends sitze ich dann im Bett und gehe durch meine Google Statistiken. Ich habe genug Haare, um das Haareraufen noch eine Weile durchzuziehen. Es heißt für mich Fame oder Glatze, beides wäre ein Statement. Manchmal sitze ich auch morgens oder mittags aus demselben Grund haareraufend oder händereibend irgendwo, vermutlich nicht mehr im Bett, und es kommt vor, dass ich mich freue. Das sind die Momente, für die ich lebe, weil mein Leben sonst trist ist, weshalb ich fiktive Personen und Fotos fremder Menschen in meinen Blog einbaue, damit es so aussieht, als wäre ich glücklich. Wirklich glücklich machen mich positive Kommentare, Likes oder Geteilt-Werdens. Dafür lebe ich. Deshalb schreibe ich. Für euch...

Warum bloggen wir.....?


selbstdarstellung

Webdefinitionen
  1. Selbstdarstellung ist eine Inszenierungsstrategie, um ein bestimmtes Ansehen bei anderen herzustellen. Ziel ist die Inszenierung eines erwünschten Selbst mit der wesentlichen Funktion, den sozialen Einfluss zu vergrößern

Narzissmus


Im Alltagsverständnis ist ein Narzisst ein Mensch, der sich sehr auf sich selbst bezieht und dabei andere vernachlässigt. 

Geltung 


Ein übersteigertes Bedürfnis nach Geltung wird als Geltungsdrang, Geltungstrieb oder Geltungssucht bezeichnet.
Zwangsgedanken sind inhaltliche Denkstörungen im Sinne sich zwanghaft immer wieder aufdrängender, jedoch als unsinnig erkannter Denkinhalte.

effekt-hascherei

Der Duden beschreibt den Begriff Effekt als „bezweckte oder auch nicht bezweckte [überraschende, beeindruckende] Wirkung“. 

Das sind vordergründig sicherlich die Hauptmotive fürs Bloggertum. Die meisten Blogs sind ob dieser fadenscheinigen, inhaltslosen Motive überaus langweilig, was an den Motiven selbst liegt, denn man muss sich schon ziemlich toll und wichtig finden, um andere mit seinen Gedanken langweilen zu wollen. Ich muss mich da einreihen, da ich keine 100.000 Fans habe, was eindeutig beweist, dass mit mir etwas nicht stimmt. Auch das wissen Cafébesucher und gelegentliche Passanten unlängst, da sie mich, wenn nicht schnaufend, dann aryhtmisch vor meinem Laptop wippen sehen oder meine Knöchel knacken hören, die ich nervös durchdrücke, ehe meine Finger wiederum die Tasten durchdrücken.

Letztlich geht es uns, die wir uns nackt oder angezogen der Öffentlichkeit präsentieren, vermutlich und schlussendlich um eines, nämlich ...


Gegenliebe Zustimmung, Beifall, Anklang, Echo, Anerkennung, Resonanz, Gefallen, Wertschätzung, Gunst, Würdigung, Zuspruch...

I love you ...ein Satz, der zwangsläufig amerikanischen Stars von den Lippen trieft, die ja doch nur um internationale Aufmerksamkeit buhlen, weil sie auf Grund des allgemeinen Amerika-Blues anders nicht Fuß fassen können.  

Wenn ihr eines Tages eine bucklige Frau mit nervös knackenden Fingern,einer pulsierenden Ader auf der Stirn und Croissantkrümeln auf der Brust durch Berlin gehen seht, die eine bestimmte Familie mit ihrer Aufdringlichkeit stört und ständig Fotos von dieser schießt: Habt ein wenig Mitleid und schenkt ihr ein Like, einen Comment oder ein Geteilt-Werden.
Denn das bin ich.







Dienstag, 23. Februar 2016

Relaxed&Gut
Lass das mal den Papa machen

Väter helfen eben anders...

...denn Papa macht das gut

Mütter genießen den Ruf unerreichbarer Großartigkeit, wenn es um den Schutz und die Aufzucht von Kindern geht. Wo Kinder ein hohes Gut sind, wird das Muttersein wie die WM zelebriert, während die Vaterschaft immernoch eher Bronze bei den Paralympics zu feiern scheint. Voll unfair, aber isso. Dabei sind Väter nicht die besseren Mütter, sie erheben nicht einmal den Anspruch darauf, vollwertige Ersatzmütter zu sein: Sie sind eben Väter - und als Vater machen sie Dinge anders. Wie ein Mann.
Als ich ein Kind war, hat mein Vater mir beigebracht, wie man eine Zwille baut und damit schießt. Der erste Treffer ging ins Auge: Meins! Ein echter Vater zuckt mit den Schultern, brummt "Du hast im Weg gestanden" und zeigt dir beim nächsten Schuss, wie mans richtig macht.
Der Fehlerball liegt extrem selten im Spielfeld der Väter. Fallen gelassen? Das Kind hat sich halt dumm angestellt. Runtergefallen? Das ist trotzdem nicht zu hoch! Arm gebrochen? Kommt in den besten Familien vor! Tränen? Aber nur vom Lachen, bitte. Quängelig? Das hat sie von dir!

Anders mit Sahne drauf

Väter sind anders: Und das ist genau das, was sie auszeichnet. Man kann das nicht einfach pauschalisieren, nein, Väter zeigen in ihren Qualitäten mitunter eine viel größere Variationsbreite als Mütter. Mütter, sehr bemüht darum einen Konsens mit der Gesellschaft und mit anderen Müttern zu finden (also Stinomas,  nicht Exceptionmas), gleichen sich ziemlich oft derartig, als wären sie alle in derselben Familie großgeworden. Sie erinnern sich alle an jeden einzelnen Geburtstag in der Familie, sie kennen alle die Namen der besten Freunde ihrer Kinder, sie sorgen sich alle um eine gesunde Ernährung, sie erheben alle den Anspruch ihr Kind möglichst "fern von" und "ohne" zu erziehen und sehen sich alle gern als Apostel der Liebe und Harmonie.
Väter hingegen vergessen alles, was man in einen Kalender schreiben kann, kennen nicht Namen sondern Eigenschaften der Freunde ihrer Kinder ("Dieser Kiffer?", "Der Kurze mit den krummen Beinen?", "Diese Zickige?", "Die Heulsuse?", "Die mit der Omabrille?", "Der mit der Ökomutter?") und ernähren ihre Kinder weitestgehend alkoholfrei: Das muss reichen. Abgesehen davon ist kein Vater wie der andere. Und DAS macht sie besonders. Über Mütter kann man als Kind im Großen und Ganzen nach 18 Jahren übereinstimmend feststellen, dass sie alle gleich (gut) waren. Aber Väter...oh no, Sir, d a s  ist was Anderes. Von Ich hasse ihn bis Ich liebe ihn ist da alles drin!

Väter sind die Reibungsfläche für den Charakter

Mütter sind eher die Reibungsfläche für unsere Lebensentwürfe, Väter sind die Reibungsfläche für unseren Charakter. Während wir mit Müttern über Meinungen und Ansichten, über was notwendig ist und was nicht, was nervt und was toll ist, debattieren, geht es bei Vätern um essentielle Dinge, wie: Kann ich das? Traue ich mir das zu? Macht mir das was aus? Habe ich davor Angst? Will ich das?Und ganz besonders: Macht mir das Spaß? Und zwar ohne lange Debatten - man wird eiskalt ins kalte Wasser geworfen und dann heißt es eben: Schwimm!

Väter geben einem ein Leben lang Denkstoff für Benehmen, Lebenslust, Egoismus und Leidenschaft. Mancher ist besoffen vielleicht unglaublich musikalisch und lustig, ein anderer holt beim Grillen sein penibel gepflegtes Chirurgenbesteck hervor, wieder andere nehmen ihr Kind zu jedem Spiel vom Lieblingsverein mit und der ein oder andere gewinnt einfach bei jedem Spiel gegen die 4-jährige Konkurrenz: Einfach, weil "die sonst nie lernt, Verlieren zu verkraften. Außerdem spielt sie halt schlecht!" Väter sind vielmehr sie selbst und viel weniger eine Rolle, der sie sich verpflichtet fühlen - sie können liebevoll sein, ohne das als gesellschaftliche Pflicht zu sehen und im nächsten Moment enorm egoistisch, weil sie grade am Computer sitzen. Sie können mit Hingabe ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und dabei die anderen anwesenden Geschwisterkinder völlig ignorieren, und im nächsten Moment die Tür hinter sich zuschlagen oder für lange Zeit auf Geschäftsreise gehen. Sie können ahnungslos vorm Laden stehen und nicht wissen, was sie zum Geburtstag schenken sollen und trotzdem von jeder Reise mit einem tollen Mitbringsel zurückkommen. Sie können Zigarette rauchend mit Totschlag drohen, sollten sie Junior vor 18 mit einer Zigarette im Mund erwischen. Sie haben mit Drogen rumexperimentiert und finden das gehört zum Leben dazu. Sie sind tiefenentspannt und vertrauen auf das Motto "Das Leben findet immer einen Weg", weshalb sie um 4 Uhr nachts laut schnarchend im Bett neben der von Ängsten zerfressenen Mutter liegen können. So sind sie eben...



Sie spüren instinktiv, dass Zäune völlig überbewertet sind. 


Sie lassen ihre 3-jährigen Kinder ans Steuer: Wo kein Zeuge, da kein Verbrechen.

Sie kennen sich mit Ernährungstabellen, Basometern, Veganismus und Gluten so gut aus, wie der Rest der Menschheit vor circa 5 Jahren und behalten diesen Status gern und dickfällig bei: Bei ihnen gibt es Pizza, Eis mit Sahne und Smarties, Malzbier, Überraschungseier und YPS-Hefte, die Mama in den meisten Fällen nicht einmal kennt.
Wenn ein Kind in der Kita über Egoismus und Charakterunterschiede unter Gleichaltrigen lernt, lernt es dasselbe von den erwachsenen Vätern um es herum. Mütter reden einfach viel zu gern über ihre Kinder und Beziehungen, egal, wie viele von ihnen beisammen sitzen. Männer? Mord und Totschlag, Demos, WM-Tabellen, Kinofilme, Zahlen im Allgemeinen, der Job, die Vergangenheit, Jugendsünden: Sie schwatzen gern - genau wie Mütter - jedoch über ganz andere Themen!

Väter kriegen große Augen: Wie die Kleinen

Kriegspielen: Sowas geht nur mit Papa


Egal ob Dinosaurier, Star Wars, Lego, Miniatureisenbahn oder Spielzeugpistole: Väter sind auch nur Kinder. Ich kenne nicht annähernd so viele phantasievolle Mütter, wie Väter. Da geht es nämlich nicht nur um "Gute-Nacht-Geschichten-Ausdenken", sondern um Geschichten leben. Mittendrin stecken im Todeskampf, im Krieg der Sterne, im Gefecht. Während die Mütter kopfschüttelnd am Esstisch sitzen, jagen die Männer bis an die Zähne mit Plastikpistolen bewaffnet den Kindern hinterher, grausam brüllend oder gefährlich schleichend. Sie verstecken sich mit Herzklopfen hinter Türen und Vorhängen, sie schliddern über den Boden, um hinter einem niedrigen Sessel Schutz zu finden: so sind Väter (live erlebt). Sie sind Nerds, Abenteurer, Spielkälber, Forscher und Entdecker, Sportenthusiasten und große Fans ihrer Kinder!
Sie verstehen Spaß und haben keine Angst, wenn es ernst wird - viele Väter fordern sogar den Ernst im Leben ihres Nachwuchses ein, denn "Wo soll es das denn sonst lernen?".
Ich kenne viele Mütter, die darüber stöhnen, dass sie zu Hause in Wirklichkeit x + 1 Kind haben - und damit meinen sie ihren Mann. Sie müssen ihm hinterherwaschen, hinterherräumen, hinterhertelefonieren, hinterherorganisieren usw. Vatern hinterlässt in vielen Beziehungen eine Spur an niederen Aufgaben, auf die Mutter genauso wenig Bock hat wie er, nur dass sie schon nach wenigen Stunden die Geduld verliert und eingreift, während Vatern scheinbar getrost ein paar Monate das "Niedere" liegen lassen kann. Natürlich kann und will ich niemanden pauschal beurteilen - geht auch nicht, so viele kenne ich dann doch nicht - aber es wäre wirklich an den Haaren herbeigezogen, würde man nun einzelne Ausnahmefälle auflisten, um mir (oder irgendwem) das Gegenteil beweisen zu wollen. Das Gegenteil hiervon kann man nämlich nicht beweisen: Oder würde irgendjemand meiner These folgen und sie eins zu eins auf das Gros der Frauen ummünzen? Geeenau: Das geht tatsächlich nicht.

Mütter sind notwendig: Aber ohne Väter fehlt was

Ohne Väter geht es nicht? Hm...diesen Satz würde ich tatsächlich stark in Zweifel ziehen und erst einmal durchdiskutieren, was ohne sie nicht gehen soll. Faktisch kann ich tatsächlich für mich und viele meiner Mutter-Kolleginnen mit gutem Recht behaupten, dass sie schon jetzt für Vieles nicht notwendig sind. Der Laden läuft durchaus ohne ihr Zutun. Das meine Damen und Herren heißt aber NICHT, dass der Laden besser oder schöner liefe, wenn es Väter gar nicht gäbe. Es heißt auch nicht, dass sie als Teil des Familiengeschäfts unbrauchbar sind (und ich nehme bewusst die Ernährerrolle raus, weil ich die einfach zu primitiv finde...ich meine schon echtes Mitmischen!).
Es heißt nur, dass Mütter sehr gut Pausenbrote schmieren, Termine vereinbaren, Sorgen anhören und beschwichtigen, aufpassen, Kinder verabreden, gute Ausbildungsangebote und Kurse auswählen, gesundes Essen kaufen und kochen, das Kind sauber und ordentlich halten und ihm Liebe und Geborgenheit schenken können. Das geht auch, wenn Papa nicht da ist. Entweder, weil beruflich oder weil beziehungstechnisch migriert. Egal: Mama kann das alles ohne ihn und zwar gut. Und ja: Ich kenne kaum ein Kind, das nicht glücklich und gesund bei Mama aufwächst, ob Papa nun da ist oder nicht. ABER - eine gute Beziehung zu einem tollen Mann zu haben, der eben anders ist, vielleicht auch mal schwierig, der lustig ist, der sich um ganz andere Dinge einen Kopf macht, der ganz anders anwesend und aufmerksam sein kann, der dich herausfordert, in die Ecke drängt und gleichzeitig aus der Reserve lockt: Das ist für Kinder Gold wert. Und ich meine das genau so!
Zum Vergleich: Ein Dach überm Kopf zu haben und sich um nichts Sorgen machen zu müssen, ist wirklich schön (mit Muttern), aber wenn dieses Dach regelmäßig am Wochenende auf dem Planeten Naboo steht und Mama zur Königin Amidala gekrönt wird, oder wenn Pixarscharen Regale und Wände unter diesem Dach bevölkern und wenn es darunter regelmäßig einen neuen Wettbewerb gibt, sei es Turmbau mit 2 Jahren, Fußball mit 7 Jahren oder Rafting mit 15 Jahren: Dann weiß ich, wo ich lieber leben und aufwachsen möchte.

Mütter mögen vielerorts unsere Erde sein: Aber Väter sind definitiv das Salz darin!
Ich bin froh, dass ich einen Vater zum Zähne-dran-ausbeißen-und-dran-wachsen zu Hause hatte. Und ich bin froh, dass meine Tochter bzw. unsere Kinder ihren Vaddern haben.

Hiermit gilt mein Dank demnach allen Vätern, die für ihre Kinder da sind: Ohne euch würde unser Leben eine ganze Prise fader schmecken!

Sonntag, 21. Februar 2016

MamaGedanken
Jetzt sind wir nur noch June & Roy

Sie werden viel zu schnell erwachsen...

Wenn etwas nicht durch unsere Wände weht, dann ist es der Pathos der 68er. Wir sind keine Revoluzzer, sehen nicht überall den Feind, sind auch sonst nicht sonderlich streitlustig und ziemlich konservativ, weil wir behalten wollen, was wir haben. Wir finden insbesondere schnöde Begriffe wie Mama und Papa schön, denn als solche gibt es uns nur einmal in diesem Leben und auch nur für einen kleinen Kreis von Menschen.

Anfang vom Ende

Unsere jüngste Tochter hat im letzten Jahr allerdings die Unsitte begonnen, ihren Papa Roy zu nennen. Zuerst waren es nur kleine Ausrutscher, doch irgendwann verselbstständigte sich das Ganze und wurde zu einer ernstzunehmenden Sache. Ich ahnte damals nicht, dass die Luft in meiner Mamasphäre auch für mich dünn werden würde und gab meinem Mann banale Elternsprüche zum Trost, wie "Das ist nur eine Phase", die Panik meines Mannes vollkommen ignorierend.
Irgendwann letzte Woche schlug jedoch völlig unvermittelt mein letztes Stündchen, die Mamazone wurde ausgeläutet, von einem Tag auf den anderen wurde ich ge-June-t. Das Schlimme daran, gejunet zu werden, ist dass June nicht einmal mein richtiger Name ist. Das wäre so, als würde euer Kind euch nur noch bei eurem Kosenamen nennen, Holgi oder Sabbi oder Dete oder so.
June, das ist ja nur zweite Wahl und abgesehen davon ist das ein Irgendwer. June, das kann doch jede sein! Für meine Tochter und mich habe ich mir ein schlichtes, bescheidenes Mama gewünscht. Ich glaube nicht, dass das zu viel verlangt ist. Aber dann geschieht es und ausgerechnet mir:
Ich werde gejunet.
Mitten im Gespräch nennt sie mich plötzlich bei meinem zweiten Vornamen, und das klingt so schrecklich, dass ich regelrecht zusammenzucke.
Warum fängt ausgerechnet mein Kind damit an? Alle anderen Eltern dürfen Mama und Papa heißen, wir nicht. Wir werden ganz hart und kalt bei unserem Vornamen gerufen. Kein schönes "Maaaamaaa" mehr, wenn mein Kind mich beim Klotür-vor-Fremden-Absichern braucht. Nein. Ein ausgelutschtes, von tausend anderen gebrauchtes, secondhand "Juuuuuune" hallt durch die Räume. Ich will das nicht. Ich will keine Gebrauchtnamenmutter sein. Kein Vorgesetzter, keine Freundin, nicht Roy, niemand nennt mich Mama: Das war ein Wort, das nur mein Kind zu mir gesagt hat und es war schön, diesen Titel tragen und hören zu dürfen. Aber June ?
Ich fühle mich wie nach einem Downgrade. Ich bin nicht mehr Mama 10, sondern Mutter XP, oder schlimmer, Mutti 98. Ich hoffte inständig, sie würde vergehen, diese Bloßstellung, doch sie erreichte heute ihren absoluten Tiefpunkt, als der schon seit über einem Jahr bevornamste Roy und ich gleichzeitig herunter-an-geredet wurden:
"June, Roy, können wir jetzt gehen?"

Innere Tränen

Ein Satz, der zwei Menschen gleichzeitig brutal ins Herz stach. Mein Mann und ich schenkten uns gequälte Blicke. Alles Reden hilft nichts, auch kein Bitten, kein Flehen. Sie will uns nicht Mama und Papa nennen - sie legt offen Zeugnis darüber ab, dass wir dieser Titel nicht würdig sind. Wir wurden unehrenhaft entlassen, die stolzen Elternabzeichen wurden uns von den Schultern gerissen, wir sind unfreiwillig in die autonome Elternbewegung der 68er geraten - wir sind Revoluzzer wider Willen!
Ich frage mich, was ich falsch gemacht habe. Wo ich zu wenig Mama und zu sehr June gewesen bin. Wie ich 68er Wunschdenken unfreiwillig in die Realität umsetzen konnte. Wieso verlernt mein Kind mich als eine Mama zu lieben, und liebt mich nur noch als eine June?
Es weint in mir. Mamaaa....uuuu....when the wind blows....

Bittere Erkenntnis

Es regnet, als wir aus dem Haus gehen, und die Tropfen hageln uns heute schier in die von Verzweiflung zerfurchten Gesichter. Es ist bittere Gewissheit: Wenn wir mit unserer Tochter aus dem Hause gehen, sind wir fortan nur noch June und Roy. Irgendwie haben wir Schande über unsere Elterntitel gebracht. Ich schaue mit schweren Herzen in die wolkenverhangene Regendecke und fühle, sie steht symbolisch für den Curtain Call unserer romantisierten Elternexistenz.

Beim Fahrradfahren meint meine Tochter später: "June, ich will morgen zum Arzt gehen".
Ich frage sie arglos (und zutiefst verletzt): "Warum das denn?"
Sie: "Ich will endlich meine Spritze kriegen, damit ich keine schlimme Krankheit von den bösen Bakterien kriege." Sie meint die Impfung, welche schon eine Weile aussteht und lange Diskussionsthema in unserem Hause war. Mein Kind und Spritzen? Bis heute undenkbar. Plötzlich jedoch besteht sie darauf: Woher nur diese ganzen Gesinnungswandel?

Während der Regen auf unsere Köpfe trommelt, dämmert mir etwas und ich erstarre innerlich vor Angst: Sie plant ihren Auszug! Es kann nicht anders sein!
Sagte sie nicht letztens, sie wolle den 24 Jährigen Freund meiner Stieftochter heiraten, würde ihn lieben? Freut sie sich nicht verdächtig doll auf ihre Einschulung im September? Betont sie nicht auffallend oft, dass sie kein Kind mehr sei, sondern ein Schulkind? Verliert sie nicht ungewöhnlich früh ihre Milchzähne? Und gestern: Freute sie sich da nicht unangemessen früh auf eigene Kinder, wenn sie einmal groß sei?
Ich summiere - innerlich betäubt von den auf mich einprasselnden Erkenntnissen - im stillen Computer-Mutti 98 Stil die vorhandenen Indizien zu einem glasklaren Fall zusammen: Mein Kind bereitet seinen Ausbruch vor! Es ist im Zeitraffer erwachsen geworden. Es hat irgendwie geschafft, die Kinderjahre abzuhängen. Und wir haben nichts gemerkt! Das Schlimmste: Keine Mama, kein Papa, kann sie von ihrem Plan abbringen!

Während wir wortlos durch das unfreundliche Berliner Februarwetter radeln, realisiere ich, dass ich keine Macht über mein Kind habe. Und ich küsse es sacht auf den Hinterkopf: Ein leiser Abschied.
In die Schultüte werde ich ihre Hausschlüssel stecken müssen. Und ein schriftliches Verbot vor 16 zu heiraten oder auszuziehen.

Bekomme ich so mein Kind zurück? Mit Sicherheit nicht. Aber ich gewinne kostbare Zeit. Zeit, in der unsere Tochter vielleicht merkt, dass Zuhause doch nicht alles June & Roy ist. Dass hier auch eine heile Mama & Papa - Welt ist. Es ist einen Versuch wert....





P.S. Foto von Ryan McGuire, gratisography


Dienstag, 16. Februar 2016

PhiloJune
3 Gründe, weshalb wir Schluss machen & heulen

"Why so sad?"

Männer dürften sich zurecht irritiert zeigen, wenn ihnen grade der Laufpass erteilt wurde, der Blockwart für die gemeinsame Zukunft allerdings mehr zu leiden scheint, als Mann selbst. Es kommt vor - und es wirft die Frage auf: Warum?
Warum macht sie Schluss und heult sich danach die Seele aus dem Leib?
Warum macht sie Schluss, schickt noch tausend Nachrichten hinterher, analysiert lang und ausgiebig das "Warum" und möchte unbedingt unbedingt, dass der Verlassene den Schlussstrich versteht?
Jeder Mann, der unfreiwillig zum Ex degradiert wurde, wird dieses eine klassische Trennnungsphänomen nicht verstehen:
Du hast mir das Herz gebrochen! - reicht dir das nicht? Warum musst du mich noch quälen, warum kannst du mich nicht einfach in Ruhe lassen, warum musst du mich mit deiner Verwirrung anstecken?
Ich werde ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Mag ja nicht auf jede zutreffen, aber definitiv traf es mal auf mich zu UND es trifft auf fast jede meiner Freundinnen und weiblichen Bekannten zu, deren Hand ich nach einer selbsterwirkten Trennung halten und deren Seele ich trösten durfte.

Die 3 Hauptgründe, weshalb wir mindestens genauso unglücklich sind, wie unsere Exmänner es sind:

1. Zweifel

Auf Platz 1 des Trennungsschmerzes von Frauen steht mit Sicherheit der Zweifel. Es dauert Ewigkeiten, bis Frau sich trennt. Je nachdem, was sie alles bindet, wird sie einen langen Entscheidungsprozess brauchen, um eine Sache abzuschließen. Und egal wie sehr ihr Herz endgültig sagt: "Du trägst keine Liebe in dir, nicht für ihn und für irgendwen" (Zitat ;-)), ihr Kopf könnte noch lange in die nächste oder übernächste Beziehung hinein brauchen, um einen sachlichen Schlussstrich zu ziehen.
Oh diese Verzweiflung über die Frage "War es die richtige Entscheidung?". Wenn sie sich richtig anfühlt, muss sie noch lange nicht richtig sein. Und jede Frau, die mehrere gescheiterte Beziehungen hat, leidet umso mehr unter Zweifeln, wenn sich das nächste Scheitern anbahnt. Dann quälen sie Fragen wie
  • "Was ist diesmal schief gelaufen?"
  • "Liegt es vielleicht an mir?"
  • "Was mache ich falsch?"
  • "Suche ich mir immer die falschen Männer?" (Die Horrorfrage, die bitte bitte nicht mit "Ja" beantwortet werden kann)
  • "Stimmt was mit mir nicht?"
  • "Bin ich beziehungsgestört?"
  • "Sind Männer heutzutage beziehungsfähig?"
Und die Frage, aller Fragen, die uns schier um den Verstand bringen kann (vor allem, je mehr Beziehungen wir beendet haben)

"Werde ich je den einen, den Richtigen finden?"

Denn ganz ehrlich Männer: Wir haben tief in uns drin ein Bedürfnis nach Klarheit, nach Endgültigkeit, nach Beständigkeit. Ich gebe frei heraus zu, dass wir in der Lage sind all die Klarheit und Beständigkeit mit unserer lästigen Fragerei und Zweiflerei zu zerstören (es gibt Frauen, die das zu einer Beziehungsprofession gemacht haben): Aber das ist worum es uns letztlich immer geht. Die Phobikerinnen unter uns torpedieren genau aus der Angst heraus, nicht den Richtigen gefunden zu haben, die Beziehung solange, bis sie sich ihre Sorge selbst bestätigen, indem sie eine Trennung heraufbeschwören.
Ich weiß noch gut, wie schwer mir die vierte oder fünfte Trennung meiner ersten großen Liebe gefallen ist. Wir hatten echte Probleme, aber ich habe ihn auch echt geliebt. Jedes Mal, wenn ich irgendwie geschafft hatte, mich zu überzeugen "Es ist aus", bettelte mein damaliger Freund um Gnade, sozusagen, und ich kam zurück, sehr bereitwillig, denn ich wollte gar keinen anderen. Ich wollte ihn nur so nicht. Als ich mich endgültig getrennt hatte, hatte ich - wie so viele von uns - einen neuen Freund in Aussicht. Ich brauchte ihn, denn er war das einzig sichere Indiz dafür, dass ich mir mit meinem Entschluss die Trennung zu wollen, sicher sein konnte. Warum? Na, weil er ganz anders war als sein Vorgänger. Wenn das nicht Beweis genug ist?! So habe ich mir das jedenfalls eingebildet. Dann habe ich schnell gemerkt, dass anders nicht zwangsläufig besser ist. Ich spreche mit Sicherheit für viele Frauen, wenn ich die Ernüchterung über diese Erkenntnis ausspreche. Es war eines der schlimmsten Gefühle überhaupt zu wissen, nachdem ich Monate investiert und meinen Ex verlassen hatte, dass das Schlussmachen sich für den Neuen nicht wirklich gelohnt hat. Nicht, dass er nicht auch liebenswert war: Aber ich hatte noch mehr Kämpfe mit ihm auszufechten - noch mehr Kämpfe, die auch gar nicht zu meiner Natur passten - dass ich ehrlich verzweifelt war. Dann kamen die Zweifel, die sicherlich viele Frauen bewegen: Liegt es an mir, oder an ihm? Wenn es mit meiner großen Liebe nicht klappt, und mit der kleinen auch nicht: Wird es jemals klappen? Und wonach muss ich suchen, wenn es mit dem einen und mit seinem Kontrastprogramm nicht klappt? Wo finde ich das "Dazwischen"? Oder war der Erste doch der Richtige und er hätte nur mehr Zeit gebraucht, oder ich lag falsch? Und so weiter und so weiter. Es war ätzend. Das Schlussmachen war auf gewisse Art leichter, die Beziehung war auch hundert Mal weiter von meinem Ideal entfernt, aber ich war danach zerstörter, als je zuvor. Ich war richtig depressiv. Ich WOLLTE gar nicht nach einem Mann suchen, ich wollte ihn einfach nur haben. Den Richtigen. Ich wollte gar nicht auf den Fleischmarkt, ich wollte nicht hundert Enttäuschungen durchmachen, ich wollte auch nicht X Männern, die mich vielleicht wirklich lieben, das Herz brechen. Das waren dunkle Zeiten.
Und daher, liebe Männer, kommen unsere vielen Zweifel.
Also entschuldigt, wenn wir euch noch Jahre später fragen: "Glaubst du, es hätte doch was aus uns werden können?"  - Wenn ihr NEIN sagt, tut ihr uns vermutlich einen Gefallen. Vor allem, wenn wir grad in einer Beziehung sind und ihr auch in einer Beziehung steckt. Ein JA kann zu einem echten emotionalen Desaster führen. Das wisst ihr aus Erfahrung, wenn ihr was mit eurer Ex hattet, während sie in einer Beziehung war. Meistens endet das in einer Katastrophe. Es hatte schon Gründe, weshalb wir uns getrennt haben. Die Zweifel lassen diese Gründe meistens nicht verschwinden.



2. Angst


Dies dürfte ohne Zweifel (haha) der zweite Hauptgrund sein, weshalb wir nach einer Trennung völlig fertig mit den Nerven sind. All unsere Zweifel münden nämlich in einem erschreckenden Kerngedanken: Was ist, wenn ich nie den Mann fürs Leben finde?
Wenn wir eh nicht auf der Suche nach ihm sind, sind Verzweiflung und Angst auch nicht unbedingt Teil des Abwaschgangs. Wenn sie es aber sind: Scheiße, dann sind wir sowas von verzweifelt und verängstigt. Wir wollen dann nämlich nicht allein sein. Wir haben Angst davor, wir wissen ja auch nicht, wie lang dieser Zustand anhält. Frauen, die wie ich, lieber in Beziehungen leben als außerhalb, leben selbst beim schönsten Sommerwetter in einer Wolke aus Grau, wenn wir allein sind. Wir mögen es, wenn Beziehungen eine Bedeutung haben, wenn Worte nicht bloß zu Sex führen, wenn Gesten zu unsere Geschichte werden. Wenn wir zu oft den falschen Mann gefunden und ihm unser Herz und unsere ganze Verrücktheit geschenkt haben, nur um festzustellen: Der ist es auch nicht gewesen - dann bricht etwas in uns.
Stellt euch als Vergleich vor, ihr steht eines Tages auf und die Sonne geht nicht auf. Einfach so bleibt es einen ganzen Tag lang Nacht. Nun, es gibt Menschen, die die Sonne nicht brauchen, um ihr Ding zu machen. Aber Menschen wie ich, die brauchen diesen Sonnenaufgang, diesen Tag, diese Abenddämmerung - so so sehr. Kommt das nun nur einmal vor und nie wieder, können wir die Schrecken dieses dunkelsten Tages verdrängen und eventuell vergessen. Kommt sowas aber öfter vor, häuft es sich, wird es Teil unseres Lebens: Dann bekommen wir Angst. So simpel ist das - und deshalb so schier überlebenswichtig.


3. Hoffnungslosigkeit


Ich betone nochmal vorweg, dass dies sicherlich nicht auf alle Frauen zutrifft. Aber es gibt eben Frauen wie mich und meine Freundinnen, auf die Zweifel und Angst und die aus beiden Punkten resultierende Hoffnungslosigkeit zutrifft. Es heißt "Auf jeden Topf passt ein Deckel" - aber wenn du seit 10 Jahren von Beziehung zu Beziehung driftest: Welche Garantien hast du dann dafür, dass dieser Satz wahr ist? Vielleicht ist der Vergleich zu krass, aber ich fühle, dass er in die ähnliche Richtung abzielt: Wenn wir Frauen unsere Tage bekommen, mit 12, 13 oder 14 Jahren, dann wird uns gesagt "Das bedeutet, dass du eine Frau wirst. Das bedeutet, dass du Kinder haben kannst." Und dann stellen wir fest, mit 28, oder mit 30, oder mit 32: Nein, das bedeutet es nicht! DU kannst keine Kinder bekommen. Du hast einfach nur so deine Tage und all die (sehr symbolisch auf eine Beziehung übertragbaren!) Regelschmerzen: Einfach nur so. Es hat keine Bedeutung. Es wird nie ein "Dafür habe ich aber endlich zu dir gefunden, dafür habe ich nach all den Regelblutungen endlich mein Traumkind bekommen" in deinem Leben geben. Sorry, Süße: Du bist unfruchtbar!
Ich möchte hier keiner Frau auf diese Wunde treten und ihr weh tun, wenn ich diese Situation damit vergleiche, Angst zu haben, nie den richtigen Mann zu finden. Aber am Ende bedeutet das das Gleiche: Kein Mann = Keine Beziehung = keine gemeinsame Zukunft = keine Kinder.
Es ist nunmal unser Programm, dafür beginnt doch die "Erdbeerwoche" überhaupt nur (ein Begriff, den ich letztens erst gelernt habe), dafür haben wir Sex, dafür suchen wir nach einem Mann, in den wir unsere Hoffnungen setzen, dafür schauen wir, ob unser Freund gut mit Kindern kann, ob unsere Freunde ihn mögen, ob er in unser Leben passt = weil wir uns was mit ihm aufbauen wollen. Wenn das alles nicht geht, wenn wir einen Abbruch nach dem nächsten erleben, wenn wir jahrelang von Freundinnen und Bekannten überholt werden, die ihren Mr. Right gefunden haben, die heiraten, eine Familie gründen, eine Zukunft haben: Dann befallen uns Panik - und irgendwann ein schales, tristes Gefühl von Hoffnungslosigkeit. Ich hatte das etwas peinlicher Weise schon mit 20.
Ich habe ernsthaft geglaubt, dass es da draußen in der Welt keinen Mann für mich gibt. Nachdem es mit meiner großen Liebe nicht geklappt hatte, ich drei bewusst unbedeutende Dinger "zwischendurch" hatte und 2 absolut unnötige One-Night-Stands, und nun noch meine zweite ernste Beziehung gescheitert war, war ich bereit anzunehmen, dass ich alles Männermaterial durchhatte. Was ich nicht wollte, war mir ziemlich klar. Aber, ob ich das finden würde, was ich mir wünschte, das war mir nicht klar. Und so war ich mega unglücklich. Ich war richtig deprimiert. Und das obwohl ich mich von jedem einzelnen getrennt hatte, bzw. mich nie ganz auf die eingelassen hatte, die was von mir wollten, das ich nicht wollte.

Ich bin mir sicher, nicht jede kann sich damit identifizieren: Aber einige. Ich bin mit Sicherheit keine Ausnahme, und ich habe sicherlich auch keine Kuriositätensammlung an Freundinnen.

Das Gute daran: So sehr Frauen zweifeln, gern auch jahrelang und für immer obwohl sie in einer dauerhaften Beziehung sind, so sehr sind wir aber auch für Ernsthaftigkeit, Bestand, aufrichtige Liebe bis in alle Ewigkeit. Und wenn wir glauben, den Richtigen gefunden zu haben, dann zeigen wir es ihm aus genau diesen Gründen gern! Und DAS meine Herren ist der Grund, weshalb es so schön ist, von einer Frau geliebt und umschwärmt zu werden: Wir wissen wie man das Gefühl vermittelt, der einzige und beste Mensch auf der ganzen Welt zu sein.
Wir müssen das auch vermitteln wollen: Wir glauben allzu gern daran!

& diese 3 Gründe dürften ganz gut erklären, weshalb wir Schluss machen & heulen










Foto wie immer von Ryan McGuire, gratisography


Montag, 15. Februar 2016

PhiloJune
Das Amt für alle außer ihn (Revival)

Schön bist du, mein Sohn: Schön blöd!
Was Mann sich so alles gefallen lassen muss...schon vor ein paar Jahren war ich der Auffassung, dass Männer sich (in unserer Gesellschaft) von Frauen viel zu selbstverständlich die (ganze)  Butter vom Brot nehmen lassen. Das Männliche kommt nicht gut weg bei uns, entweder ist es gefährlich, oder dumm, oder nur als Lohnsklave zu gebrauchen. Und auch trotz unserer Liebe zum Manne wird ihm viel zugeschrieben, das ihn ärgern darf und ihm gleichermaßen viel abgesprochen, worauf er ebenso ein Recht und wonach er ebenso ein Bedürfnis hat. Frauen hingegen scheinen sich gleichermaßen ein Recht auf Verantwortung und Selbstbestimmung erkämpft zu haben, wie ein Dauerrecht auf ständige Begleitung, Betreuung und Bewachung. Nur bevormunden lassen sie sich nicht - das muss der Mann ertragen.
Er ist ein wenig holprig, aber er ist auch Teil eines Erstexperiments von vor knapp 2 Jahren: Mein VLOG zu einem nach wie vor aktuellem Thema: Amtliche Fürsorge und männliche Existenzberechtigung. Meine Bloggerkollegen beklagten bzw. amüsierten sich zuletzt nicht zu Unrecht über das Rollenspiel, das ihnen von so mancher Frau zugeschrieben wird, wie ihr hier in "Jammerlappen Mann" von Seppo  und "Wie der Mann zu sein hat" von Manuel Höttges  lesen könnt.

Lesen nicht notwendig - HIER kommt ein wenig spitzzüngige Meinung zum Gucken ;-)






Foto von Ryan McGuire, von gratisography

Sonntag, 14. Februar 2016

KindErkenntnis
Forschung am Manne mit Birke & Anne

Okay okay, meine Tochter heißt nicht Anne, aber der Rest stimmt!
Meine Tochter ist so eines dieser erfindungsreichen Kinder, das keine Warum-Fragen stellt, einfach, weil es schon alles weiß, was es wissen will. Man kann ihre Wissensgewinnungsprozesse, die das Fragenstellen obsolet machen, regelmäßig beobachten. Etwa vor einigen Wochen, als wir in Wien bei neuen Freunden zu Besuch waren. Dort säuberte die zweitjüngste Dame unserer illustren Runde mit einem Zahnstocher ihre Zähne. Seitdem macht unsere Tochter das auch, sie fragt nicht Warum, sie hat sofort den essentiellen Nutzen verstanden. Mit einem Handspiegel und einem Tuch zum "Abwischen" ahmt sie nun regelmäßig dies Schauspiel nach. Als Kind dieser Eltern weiß sie jedoch, dass jedes Ding aber mindestens zwei praktische Nutzen haben muss (Sofa und Bett, Tablet und Tablett, große Tasse und Müslischale, Hund und Freund usw). Und so entdeckte sie heute die vielfältigen Einsatzbereiche eines Zahnstochers. Etwa Fingernägel sauber machen. Wahlweise auch Fußnägel oder Bauchnabel. Nachdem sie unter ihren Nägeln genüsslich rumgeprokelt hatte, bot sie ihrem Vater lieber Weise an, ihn ebenso zu säubern. Weil der gedankenverloren und verschnupft hinter dem Bildschirm saß, bot er ihr seinen Körper ohne weitere Überlegung als experimentelle Spielwiese an. Ich beobachtete das amüsiert. Meine Tochter suchte nach Öffnungen, Falten, Löchern und Abgründen, in denen sie nach irgendetwas fischen konnte. Wohlgemerkt: Mit demselben Zahnstocher, den sie bereits ausgiebig an sich selbst ausprobiert hatte! Sie fand zu kurze Fingernägel, dafür aber Zähne, widerwillig hinter nach unten gezogenen Lippen preisgegeben. Sie kratzte dort ein wenig herum, es schien nicht so ergiebig, wie erhofft. Sie lies es jedenfalls. Dann wanderte sie zum Ohr meines Mannes. "Da gibt es auch was drin, Papa!" Vaddern erweckte sofort zum Leben, als er den inzwischen mit Sicherheit teillebendigen Zahnstocher am Ohr fühlte und machte darauf aufmerksam, dass Ohrprokelei mit einem Zahnstocher unangenehm und gefährlich sei. "Dann dein Auge, Papa!" Unsere Tochter stürzte sich bestgelaunt auf die nasschimmernden Gesichtsweichteile, die mein Mann geistesgegenwärtig sofort schloss, ehe er nett aber bestimmt darauf hinwies, dass seine Augen auch ungern von mikrobiotopbesiedelten Zahnstochern durchlöchert würden. Das mit dem Mikrobiodings war natürlich nur eine Randbemerkung meiner inneren Off-Stimme, da ich noch immer sensationslüstern beobachtete, wohin der kleine Miniaturpflock wohl noch stechen würde. Unsere Tochter, weder ungnädig noch ratlos, schlug alternativ vor, dann den Bart meines Mann zu harken. Tolle Idee! So zog sie vorsichtig feine Furchen vornehmlich auf der linken Gesichtshälfte meines Mannes, da diese umständehalber leichter zu erreichen war - doch auch das langweilte sie, der Erfolg blieb aus und Vaddern, in seine Arbeit versunken, machte keine Anstalten irgendwie auf ihre Bemühungen zu reagieren. So kam unser Kind hoffnungsfroh zu mir herübergerutscht. "Mama, zeig mal deine Füße", wurde ich aufgefordert, während sie schon die trockenen Ziegel zur Hand und prüfend unter die Lupe nahm. "Kein Schmutz", stellte sie nüchtern und entmutigt fest. Kein Haftgrund, dachte ich, und zog vorsichtig meine afrikanischen Wüstentreter aus ihrem festen Griff. "Soll ich dir was sauber machen, Mama? Vielleicht deine Fingernägel?" Sie rückte näher und betrachtete meine Nägel. "Nein, die sind ja ganz weiß", nun klang sie doch enttäuscht. "Hast du Pickel?" fragte sie hoffnungsvoll und musterte mich ernst. "Musst du nicht ins Bett?", fiel mir da rettender Weise ein, denn ja - die habe ich grade, und ich wusste nicht, wie ich klebrigen Fingern, dem lebendigen Miniaturpfahl und ihrem unbändigen Wunsch mich zu verunstalten anders entkommen konnte. Kaum hatte ich den Satz ausgesprochen, waren mein Mann und ich in Sicherheit. Der Forscherzwerg in unserer Mitte hatte das Weite gesucht, man hörte nur noch ferne Gespräche, vermutlich eine Lagebesprechung mit ihren zivilen Gefangenen, den Spielzeugfiguren in ihrem Zimmer. Ich überlegte, ob ich meinem Mann sage, was er wohlmöglich alles in Gesicht und Ohr hatte und woran er fast erblindet wäre. Aber dann wollte ich doch nur drüber schreiben. 

Samstag, 13. Februar 2016

Valentins Tag: Behind the story & Geschenktipps


Wer ist dieser Valentin überhaupt?

Es gibt viele Überlieferungen zu der Herkunft des Valentinstages. Eine Fassung könnte diese hier sein:

5 Maiden stehen am Dorfbrunnen. Aufgeregtes Schwatzen und Schnattern.
M1: "Ich habe gehört, er macht seiner Angebeteten ständig Geschenke!"
M2: "Ich habe gehört, er führt seine Angebetete in die feinsten Restaurants der Stadt!"
M3: "Ich habe gehört, er liest seiner Angebeteten jeden Wunsch von den Lippen ab!"
M4: "Ich habe gehört, er verwöhnt seine Angebetete mit allem, was eine Dame glücklich macht!"
M5:"Und schön soll er sein....ein richtiger Casanova."
Alle seufzen.
Helmut tritt auf.
"Von wem redet ihr denn die ganze Zeit so aufgeregt, ihr vergesst ja ganz die Wäsche!"
Aufgeregt: "Habt Ihr noch nichts von dem neuen Bürgermeister gehört?"
Helmut verwundert: "Wir bekommen einen neuen Bürgermeister?"
Schwärmerisch: "Jaaa!"
Aufgeregtes Händefächeln.
Helmut irritiert: "Und was ist an ihm so besonders?"
Einstimmig: "Er liebt die Frauen".
M1: "Auf besondere Art."
M2: "Mit Aufmerksamkeiten."
M3: "Mit Geschenken."
M4: "Mit Zärtlichkeiten."
M5: "Mit sich!"
Gekicher.
Helmut schnaubt verächtlich: "Das kann er ja machen, ich habe aber Arbeit zu erledigen, und keine Zeit Frauenzimmern den Kopf zu verdrehen. Und die Wäsche wird auch nicht von Geschwätz sauber."
Die Maiden verziehen die Gesichter.
M1: "Es wäre aber schön, würden wir wenigstens einmal im Jahr auch so angebetet..."
M2: "...bewundert."
M3: "...geliebt."
M4: "...beglückt."
M5: "...verehrt"
Alle: "...zu werden!"
Helmut lacht gellend. "Ha, romantische Schnepfen! An die Arbeit ihr Tagträumer, sonst mach ich euch Beine!"
Wegwerfende Handbewegung, Helmut geht ab.
Maiden schauen sich frustriert an, nehmen die Arbeit wieder auf.
M1: "Es können ja nicht alle Männer ein Geschenk des Himmels sein."
M2: "Nicht so, wie dieser..."
Alle schwärmerisch: "...Valentin!"

Helmut ahnte nicht, was dieser neue Bürgermeister den Herren der Schöpfung alles einbrocken würde. Nachdem dieser edle Frauenverkoster...äh...Liebhaber, also Schätzende, das Zeitliche segnete, von vielen Frauen beweint, beschloss seine Gemeinde ihm zu Gedenken dessen Geburtstag einmal im Jahr mit einem kleinen Fest zu feiern und so an seine guten Taten zu erinnern.
Bürgermeister Valentin hatte seinem Dorf viele glückliche Frauen und einen wahren Babyboom beschert - es hatte ihm sehr zu danken. Und so wird noch heute am 14. Februar der Geburtstag dieses Mannes gefeiert, der inzwischen weltweit jährlich für Konsumhysterie, herrisch - fordernde Frauen und frustriert - überforderte Männer sorgt.

Last Minute: Liebe in wenigen Worten

Liebe Männer - um euch noch einen last minute Geschenktipp für den Gedenktag von Valentin (jetzt wisst ihr endlich, wer das überhaupt ist!) mitzugeben, hier ein paar romantische Liebesbrief-Ideen:




Mancher mag noch (today) hinzufügen wollen

Entweder dirty oder nerdy: Beides wird sofort verstanden

Am Valentinstag kein subtiler Vorwurf, sondern ein Kompliment

Weil 10011010100101101000 zwar Programmiererherzen höher
schlagen lässt, aber nicht ihrs....


Romantik pur: Das verspricht man(n) nicht jeder!




Noch viel zu lieben du hast!

















Bildquellen:

Zombie: http://www.woman.at/a/valentinstag-karte-ohne-kitsch-lustig
Yoda: http://www.huffingtonpost.com/2015/02/03/nerdy-valentines-cards-for-couples_n_6606684.html?
Bild 1,2,3 & 4: http://www.techeblog.com/index.php/tech-gadget/30-funny-valentine-s-day-cards-that-geeks-would-love













Freitag, 12. Februar 2016

Mama Gedanken
10 Irrtümer von Eltern

Bald habe ich sie durchbrochen: Die Schallmauer der Kleinkindära rückt unaufhaltsam näher. Die Schultore rütteln schon laut und verlangen nach neuen, unverbrauchten Hirnen! In kurz: Mein Kind wird 6. Es kommt in die Schule. Alles in diesem Jahr. Abschied von der Kitazeit, von Freunden, von Erziehern. Aufbruch in eine neue Welt, auf geht die Reise zur Unabhängigkeit.
Wenn man so viel Zukunftsmusik trompeten hört, ist es ganz natürlich, sich vor dem Lärm auch mal die Ohren zuzuhalten und in die Vergangenheit reinzuhorchen.
Es waren schöne 6 Jahre. 6 Jahre in denen ich so viele irrtümliche Annahmen über mein Kind gemacht habe, dass ich schon heute - ein wenig geläutert - ab und an versuche, einfach mal keine Prognosen zu machen: Liege ja eh meistens falsch.

Hier sind 10 Irrtümer, die vermutlich alle Eltern (grade bei ihrem ersten Kind!) gemacht haben.

1. Ich werde mich an alles erinnern

Hätte ich bestimmt, wäre da nicht dieser Schlafmangel und die vielen Stunden voller Langeweile gewesen. Wenn ich heute Fotos & Videos von damals anschaue, staune ich manchmal. Einfach, weil wir alle so anders aussehen, so anders reden und meine Tochter so anders klingt, als ich es in Erinnerung habe. Ich habe keine Ahnung WESSEN Erinnerungen das sind, aber sie dürften eigentlich nicht meine sein, denn viele davon sind schlichtweg falsch.

2. Alle Babys sind hübsch

Jetzt, wo meine Tochter wirklich richtig schön ist, kann ich rückblickend ruhigen Gewissens zugeben, dass sie mitnichten ein hübsches Neugeborenes war. Und ehrlich: Es gibt keine hübschen und es gibt hässliche Babys. Sorry Moms, isso. Das Gute an der Sache ist, dass sie alle aus ihrer Gnaupeligkeit, ihrer Faltigkeit, ihrer Glatzköpfigkeit, ihrer Fleckigkeit, ihrer Zerbeultheit, ihrer Gelbhäutigkeit, ihrer Pickeligkeit, ihrer Schiefigkeit und all den anderen wenig attraktiven -Keiten herauswachsen. Mit 3, das garantiere ich euch, schmilzt JEDER wenn euer Kind gute Laune hat! JEDER! Dreijährige Kinder sind süüüüüß!

3. Es wird sich nicht alles ums Kind drehen

Fürchte dich nicht vor der großen Macht, die dein Kind hat! Und ob sich alles um dein Kind dreht: e raubt dir ja auch den Schlaf, es kackt und kotzt dich voll, es kann nichts und will in regelmäßigen Abständen Fullservice: Mal ehrlich, wenn du einen neuen Fulltimejob unter High-Demand antrittst, würdest du da nicht dauernd über diesen Job reden? Eben - Freunde, Babys sind eine Fulltimestelle, von den Pausen merkt man nichts, weil man die meistens im Koma verbringt, REM ist eine Schlafphase, die man erst Jahre später wieder zurückbekommt, und dauernd steht irgendetwas an, dass nach Bewältigung und Herausforderung schreit! Nicht dauernd über das Kind reden - wer das schafft, hat bestimmt in echt gar keins.
Und JA - es nervt einen wirklich oft genug selbst, aber versprochen: Sobald die Kinder ein eigenes Leben führen (Kita, Tagesmutter...) ändert sich das.

4. Mein Kind ist...

Beende diesen Satz mit einem x-beliebigen Adjektiv und geh davon aus, dass du dich irrst. Man hab ich mich oft geirrt. "Sie ist eben ruhiger", "Sie ist eben zierlich", "Sie kann das eben nicht so gut", "Das liegt ihr halt nicht", "Da kommt sie nach dir" - Quatsch, Unfug, Nonsense, alles Wahrsagerei. Ich habe mich an die 100 Mal in ein und derselben Sache getäuscht, ich bin inzwischen so verunsichert, dass ich gar keine Prognosen mehr mache. Ganz unbewusst bin ich zum "Abwarter" geworden, vom Wissenden zum Hoffenden ;-) Meine Tochter ist ein Bündel an Überraschungen. Weil mein Mann sich viel weniger Sorgen gemacht hat, als ich, hat er übrigens öfter Recht gehabt. Zum Beispiel, wenn ich "Das kann sie nicht" - befürchtete, da sagte er sein salomonisches "Das kommt schon noch"-  und er hatte Recht.
Dein Kind ist - eine Surprise Box! Leb damit, du weißt es einfach nicht. Zumindest nicht alles.

5. Ich plane ...

nix. Das Leben hat immer andere Pläne, vor allem mit Kind. Und Vieles geht einfach nicht, selbst wenn man es sich vorgenommen hat. Man kann nichts zu Tage fördern, was nicht da ist, man kann nichts erzwingen, man kann nichts herbeireden. Das Kind ist, wie es ist und damit formt sich das Leben drumherum so, wie es eben will. Pläne mache ich immernoch gern, aber für den Fall der Fälle habe ich immer einen Plan B und einen Plan C parat. Sicher ist sicher.

6. Ich verstehe Eltern nicht, die ihre Kinder ...

Na? Naaaaa? Gebts zu, so langsam versteht ihr die ein oder anderen Eltern doch, oder? Nach Jahren mit Kind versteht man, wenn Eltern einfach mal ihre Ruhe wollen und ihre Kinder wegorganisieren, obwohl sie sie unter der Woche auch schon so selten gesehen haben. Man versteht, wenn Eltern mal laut werden, die Beherrschung verlieren, oder einfach nur dumme Sachen sagen, die absolut unzeitgemäß und pädagogisch wertlos sind ("Weil ich es sage, basta!"). Ich zum Beispiel reagiere sowas von a l l e r g i s c h auf Gejammere, dass ich mich hüten muss, nicht direkt wütend zu werden, nur weil grad gejammert wird. Mein Standardspruch (und der Höllenhund grollt schon leise in mir drin) lautet dann "Wenn Jammern irgendwas nützen würde, würde ich das den ganzen Tag machen, bis ich alles habe, was ich mir wünsche. Mein Strandhaus zum Beispiel. Wo ist mein Strandhaus, wenn ich es haben will?!" Manchmal kommt aber auch nur ein unfreundliches "Jammer nicht". Ich bin bei Jammern nicht flexibel. Ich bin da ziemlich kotzig. Ich werde mich später mal entschuldigen dafür.

7. Ich werde immer verständnisvoll und aufmerksam sein

Quatsch mit Sauce. Schonmal verständnisvolle Zombies oder aufmerksame Vollzeitgestresste gesehen? Ich nicht. Wer ein echtes Leben hat und darin jeden Tag viele große und kleine Aufgaben bewältigen darf, der hat es schwer immer verständnisvoll und aufmerksam zu sein. Ein Grund, weshalb ich das zu-Bett-bringen sehr genieße. Ich kann dann auch mal glatt eine Stunde neben meinem Töchterchen liegen und mit ihr reden. Zeit, die wir am Tage so nicht immer haben. Es ist einfach unmöglich, an nervenaufreibenden Projekten zu sitzen, sich um ein studierendes Stiefkind und die Sorgen eines 16-jährigen Stiefkindes zu kümmern, eine gute Beziehung zu Vaddern zu führen und sich dann zu bemühen eine gute Freundin zu sein. Und dann kommen noch Verabredungen, Geburtstage, Krankheiten, Klausuren, Lehrergespräche, Großeltern und Onkels dazu...ja, bleib mal schön entspannt und aufmerksam. Und verrate mir, wie du das jeden Tag zu 100% schaffst, ich bin neugierig!


8. Ich werde nicht so, wie meine Eltern

Stimmt, ich bin nicht so wie meine Eltern. Ich kann aber auch nicht verstecken, wessen Kind ich bin. Es suppt sozusagen in ganz alltäglichen Situationen aus mir heraus. Es beherrscht mich auch dann, wenn ich es ablehnen will. Zum Beispiel, wenn mein Mann mir empfiehlt, entspannt zu bleiben und auf mein Kind zu vertrauen, wohingegen ich am liebsten aktiv werden und Einsatz zeigen möchte, um "das Schlimmste zu verhindern". Ich merke immer wieder, wo es ganz gut war aus strengem Hause zu kommen (Konsequenzen und so...), komme aber auch an meine Grenzen, weil das Strenge aus mir raus will, obwohl ich weiß, dass es nicht immer geholfen hat. Ich werde nicht sein, wie meine Eltern - aber sie waren nunmal meine Eltern. Meine Erziehungsschule. Das färbt ab.
Touché Oldies...ihr habt einen Teilsieg errungen.... ;-)

9. Ich werde kein hysterisches Helikoptereltern

Bin ich nicht. Aber helikoptern kann man ja auf viele Arten. Es gibt halt die, die das ständig raushängen lassen. Die ihr Kind wirklich überall hin begleiten, die sich überall für ihr Kind einsetzen, die es ständig beschützen, die einfach nicht von seiner Seite rücken und ständig in das Spielen und eigene Erfahrungen machen eingreifen. Und dann gibt es Eltern, wie mich. Sie sitzen entspannt auf der Bank und schauen ihrem Kind beim Spielen zu. Wenn es stürzt, schätzen sie anhand der Schreistärke ein, wie ernst die Verletzung ist. Stehen dann auf oder rufen "Steh auf, war nicht so schlimm". Sie sagen dann Sachen, wie "Wird sie/ihn schon nicht umbringen", oder "Das gehört eben zum Leben dazu". Zuhause, wenn die Kinder außer Hörweite sind, dann zeigen sie ihr zweites Gesicht. Leute...

Yo, you helicoptormoms ain´t got nothing on the stuff going on in my head!

Mein Kind steht auf südländische, dunkelhaarige Männer mit Bart und Brille, liebt Gruselfilme und mag Aktion, will gern Kampfsport machen, verehrt Mulan, will gern in warme Länder verreisen, ist stur und manchmal halsstarrig.....

"Was, wenn sie mal einen Muslimen heiratet und in ein muslimisches Land zieht, um dort eine IS - Kämpferin zu werden, weil sie so auf Gruselfilme steht und ja immer die Action sucht und überhaupt in warmen Ländern leben will und Mulan verehrt hat, weil sie eine Soldatin war und ich sie nicht überzeugen kann, hier zu bleiben, weil sie so stur ist und ja eh macht, was sie will"

DRAMA! Ich kann das richtig gut, meine Phantasie kennt keine Grenzen. Ihr wisst schon, was ich denke, wenn sie mal vom Klettergerüst fällt und ich rufe: "Macht nichts, Süße. Steh auf, das tut gleich nicht mehr weh".
Dann denke ich durchaus auch mal: "Wenn sie dann mal einen Unfall hat und sich verletzt, wird sie von ihren Verletzungen unter Umständen nicht so eingeschränkt sein, weil sie gelernt hat, Schmerz wegzustecken, und dann kann sie noch zu einem Telefon humpeln oder irgendwie sich in Sicherheit bringen, und mich dann anrufen, damit ich sie da raushole"....So ungefähr. Weil man ja nie wissen kann, nech?! ;-)
Ihr seht: Helicopter is in your head - und manche lassen das Ding raus, während ich mir ein schönes Heli-Panik-Monster im Inneren halte.

10. Hauptsache Liebe

Okay wisst ihr was? Das stimmt schon. Liebe ist wirklich die Hauptsache, und es ist krass, wie sehr man seine Kinder liebt. Ich habe nur ein leibliches Kind - die Vorstellung es zu verlieren, fühlt sich an, wie das eigene Leben verlieren. Als wenn ich mich dann vor lauter Schmerz in Nichts auflöse. Meinen Mann verlieren? Fühlt sich nach grenzenlosen Möglichkeiten an.... NEIN NEIN Scherz ;-)
Vaddern liest mit, das Gesicht wollte ich nur sehen, höhöhö...
Meinen Mann verlieren fühlt sich nach Schmerz an, aber eher wie ein Loch, nicht wie sich in Schmerz auflösen. Ein Loch, das fühlt sich irgendwie machbar an. Aber das Nichts...wie soll man mit Nichts weitermachen?! Ich kenne Eltern, die ihr Kind verloren haben. Ich weiß nicht, wie sie es schaffen mit diesem Schmerz zu leben. Meine Mutter sagte mal, das sei der Grund, weshalb sie auf jedenfall zwei Kinder haben wollte. So für den Fall der Fälle. Das klingt erst einmal furchtbar...aber sei mal Mutter oder Vater. Du wirst das Gefühl sofort verstehen. Die Vorstellung keinen Grund mehr zu leben zu haben, ist schier unerträglich...Kinder sind nicht unser Lebensinhalt, denken wir. Aber wenn wir sie verlieren, wird uns bewusst...dooooch....schoooon....
Diese einzigartige Liebe zu unseren Kindern ist es, die diese Welt zu einem besseren Ort macht. Und nicht nur diese Welt, sondern eben auch unsere eigenen, kleinen vier Wände. Die sind ein besserer Ort mit Kindern! Wirklich!

Eltern-Kind-Liebe: Das schönste Gefühl der Welt!


Donnerstag, 11. Februar 2016

Mein Trivial Pursuit
Trumpeten, Putten & Deutschland

Zwei vom gleichen Schlag: Rassisten, Menschenverachter, Demokratieverachter, Demagogen, Hetzer, Größenwahnsinnige


Amerika, mein geliebtes Amerika: Wohin entwickelst du dich? Wer glaubt, dass George Bush eine Bedrohung dargestellt hat, der verkennt dabei die Macht seiner Liebe zu dem Land und den Menschen, denen er vorstand. Liebe verhindert schlechte Entscheidungen nicht, klar. Und Bush hat eine ganze Hitparade schlechter Entscheidungen vorzuweisen. Aber Bush war keine Bedrohung extremen Ausmaßes. Zumindest nicht im Verhältnis zu dem Menschenfeind und Regierungsverächter Trump. Eigentlich mag ich mit Absicht zur Verunglimpfung eingesetzte Bilder nicht, aber die von den Anti-Trump Medien verwendeten Fotos seiner Auftritte wirken bei mir, weil sie - wie bei Hitler damals (und ja, ich meine das b i t t e r e r n s t) - uns mit aller Ehrlichkeit vorbereiten auf das, was kommen wird. Ein Mann, der sich nicht benehmen kann, ist schon schlimm. Ein Mann, der sich nicht benehmen will: Ein Desaster. Insbesondere, wenn er ein politisches Amt bekleidet. Dieser Mann, Donald Trump, ist eine echte Bedrohung! Nicht nur für die Menschen in und außerhalb von Amerika, sondern auch für das Land Amerika, das ich meine emotionale Heimat nennen würde. Trump wird Amerika kaputt machen, er ist schon fleißig dabei. Er ist der amerikanische "Le Pen". Er ist ein hardcore Rassist. Er ist ein übler Demagoge, der Hass, Wut und Gewalt schürt- Einer dem es egal ist, wer dabei zu Schaden kommt. Gelächelt haben Viele über ihn, als er seine Kandidatur bekannt gab, um den wichtigsten und auch einflussreichsten Posten in Amerika und in vielen wirtschaftlichen und politischen Netzwerken und Institutionen einzunehmen. Ich nicht. Ich habe nicht gelächelt. Ich kenne sie leider, meine Pappenheimer, also habe ich Angst bekommen. Obama war schon ein bisschen eine Überraschung, aber nachvollziehbar - er war durch Bush möglich geworden. Trump ist keine Überraschung, sorry Leute! Für mich ist Trump die wahrscheinlichste aller Möglichkeiten. Trump ist Amerikas zweites Gesicht, Trump ist "unser" zweites Gesicht. Mich gruselt das richtig. In Europa kippen die Länder überall um, rechte Parteien sprießen aus der Gesellschaft und hier und da haben sie schon Regierungsposten eingenommen. Deutschland, WIR, die wir das rechte Gedankengut so gut abgeschüttelt hatten, werden langsam in die Mangel genommen von menschenverachtenden Populisten, die überall ihre Feuer entfachen und Unschuldige auf ihre Scheiterhaufen zerren. Bildlich gesprochen. Ich will es gar nicht beschreien, möchte am liebsten auf "ein gutes Ende" hoffen - kann ja auch kommen - die Frage ist nur: wann? Putin hetzt gegen Minderheiten, verhängt drakonische Strafen gegen Kritiker und Feinde. Erdogan tut sein übriges die Türkei ins Mittelalter zurück zu bewegen, Orbán in Ungarn und Kaczynski in Polen beschneiden die Meinungsfreiheit, gängeln kritischen Journalismus, wälzen die Demokratie um, in Frankreich hat Le Pen tatsächlich Fuß gefasst und in Italien und Griechenland ziehen sich auch fremdenhassende, wuterfüllte Wolken über der Wiege der Demokratie zusammen. Es ist gruselig! Überall liest man von Spaltung innerhalb der Länder, Einheitlichkeit: Das scheint eine Phantasterei des 20. Jahrhunderts zu sein. Das 21. Jahrhundert beginnt mit der Rückkehr zu klaren, harten Fronten. Und Fronten bedeuten Kampf. Und bisweilen Krieg. Wenn so einer wie Trump kommt, dann werden die Menschen wieder reihenweise Söhne einbüßen. Kinder wieder reihenweise ohne ihre Väter aufwachsen. Denn dann wird aufgerüstet. Und "aufgeräumt", wie Trump ankündigt. Er verspricht nicht zu wenig. "Ich werde ziemlich hartes Zeug machen" - das sagt Trump, als er gefragt wird, wie ernst er die Aussage meint, Frauen und Kinder von Terroristen "ausradieren" zu wollen.
Ich kenne meine Pappenheimer...die Amis. Sie werden Trump wollen. Warum? Weil am Ende ein ganz schmutziger Kampf zwischen Hillary und Donald eingeläutet wird, und Hillary will keiner! Wer zwischen den Zeilen liest, liest den Wankelmut heraus, die Zweifel. Hillary: Ihr traut in Wirklichkeit niemand zu, Amerika in bessere Zeiten zu führen. Und darum geht´s: Bessere Zeiten. Die Amerikaner haben so viel, aber eines haben sie nicht: Geduld. Obama hat, wie Schröder zu seiner Zeit, ein paar Entscheidungen durchgeboxt, die ihm das politische Genick für die Gegenwart gebrochen haben: Aber ich prognostiziere, dass man noch in fast sehnsuchtsvoller Erinnerung an die Regierungszeit des intellektuellen Professortypen zurückdenken wird. Da sind ein paar gute Dinge passiert - die allesamt in der Propaganda um das nicht erreichte oder die politisch schlechten Umstände untergehen. Armer Obama: Er ist leider der Schlüssel zu Trump. Ohne die Enttäuschung über das Intellektuelle, keine Chance für das Primitive. "Hau drauf" ist der Wunsch nach "Nicht noch mehr Gelaber, bitte". Ich habe die Kritik auf den Straßen in Interviews und Youtube-Videos gehört. "Der redet doch nur, der tut ja gar nichts." - und "Was hat er schon für Amerika erreicht?"
Viel - aber ihr alle, die das nicht glaubt, werdet das erst im Nachhinein merken. Vor allem dann, wenn da einer kommt, der nicht auf Zeit setzt. Denn darin sind sich Angela Merkel und Obama ähnlich: Sie setzen auf Zeit. Zeit, die sie unter Umständen nicht haben - Obama gewiss nicht. Aber sie wollen dennoch nachhaltige Programme und Lösungen schaffen. Selbst in Zeiten der Krise sitzen sie den Sturm aus, grübeln, verhandeln, diskutieren und bleiben bei ihren Prinzipien. Trump, Putin & Konsorten sind von anderem Gemüt. Schnell aus der Hüfte geschossen, Grübeln tun Loser, Sieger bewegen was, ACTION - das ist deren Rezept. Der eine machts mit mehr Berechnung (Putin), aber vermutlich nur, weil er aufgewachsen ist mit einer Philosophie des Lügens und Vertuschens. Trump ist kein Lügner. Das hat er gar nicht nötig. Er schämt sich für nichts. Er würde keine Andeutungen machen, wie Putin, er würde einfach sagen: "Du bist ein toter Mann" oder "Entfernt ihn, er hat mich kritisiert". Das ist keine düstere Wahrsagerei: Er hat schon Kritiker abführen lassen, sogar stille Protestler, er lässt zu, wenn seine Fans seine Gegner krankenhausreif prügeln. Wisst ihr warum? Weil er nichts zu verbergen hat und nicht glaubt, dass er etwas zu verlieren hätte. Dieser Mann hält sich wirklich für den Größten, Putin - mit seiner Tour - macht wenigstens den Anschein, als zweifle er ab und an an sich. Mir graut davor, wenn diese beiden Möchtegerngiganten sich eines Tages wütend gegenüber sitzen sollten. Wer weiß worum sie sich streiten werden, mir ist nur eines ziemlich klar: Der Streit ist vorprogrammiert. Jetzt zollen sie sich Respekt, aber nur, weil sie ja noch nicht in einem Ring um die gleiche Sache stehen. Kommt noch. Immerhin ist Putin Russe. Und Kommunist. Und Trump hat in Wirklichkeit für beides nicht viel übrig. Dass er Putins Methoden wertschätzt, heißt nicht, dass er Putin einen Gefallen schuldig ist. Und da fangen die Probleme an. Denn wo zur Politik Verhandlungsgeschick und Kompromisse gehören, hört bei Trump der Spaß auf. 
Armes Amerika! Früher habe ich gern erzählt, dass ALLE stolz sind, Amerikaner zu sein, wenn sie erst einmal den Pass haben. Trump wird diesen Stolz kaputt machen. Er wird das Land in so viele Lager auseinanderbrechen, dass man überhaupt nicht mehr von "Amerika" sprechen können wird. Wenn er sich durchsetzt - und ich sehe schwarz: Er wird - dann macht er meinen american dream kaputt. Das hier schreibend, wird mir bewusst, wie wichtig unsere Rolle in Zukunft sein wird. Insbesondere in so einer Zukunft. Ich hoffe, Angela Merkel bleibt uns noch lange mit ihrer Besonnenheit, Ruhe und inneren Stärke erhalten. Wir werden einen kühlen Kopf brauchen - oder wie sollen Verhandlungen um Wirtschaftsräume, Militäreinsätze und Migration aussehen, wenn sich drei vor Potenz - und Testosteron überschäumende, hodenschwenkende Streithammel gegenüber sitzen, die ALLE DREI keine Kritik vertragen und zu Aktionismus und Schnellschüssen aus der Hüfte neigen? 

Meine Flucht ist jedenfalls schonmal geplant....Scheiß auf den amerikanischen Pass: Wenn Trump gewinnt, ist Amerika keine Alternative mehr für mich (davon ist auszugehen). Ich werd zum Almöhi und hab Kinder, Kühe und Hühner. Trinke Bergwasser. Lese klassische Literatur. Und hör Schallplatten. Macht mir meine gute Laune nicht kaputt, sonst seid ihr mich los!
Und das dürfte für viele intellektuelle Freidenker gelten.
Mein Optimismus baut auf ein starkes Deutschland - hoffentlich zu Recht!






Mittwoch, 10. Februar 2016

BodyHack
Es ist nicht dein Gesicht, es ist die Linse!


Kameratipps sind meine Lieblingstipps - denn nichts kann so vernichtend sein, wie ein unfreundliches Foto an einem selbstbewusstseinslosem Tag. Damit euer auf der Kippe stehendes Feeling von schlechten Aufnahmen nicht in den Abgrund gestoßen wird, habe ich hier für euch mal wieder einen super BodyHack Tipp im Internet erstöbert. Der Weitwinkel macht den Unterschied - jetzt bleibt nur die Frage, in welchem WW das menschliche Auge eigentlich guckt, denn Fotos spiegeln ja offensichtlich nicht die Realität wieder (downside).

Let the Fotosessions begin!


Fotos wie so oft vom wunderbaren Ryan McGuire von gratisography.

Dienstag, 9. Februar 2016

PhiloJune
Unendliche Freiheit und der Sinn des Lebens

Sinnsuche in unendlicher Freiheit

So sehr...

So sehr 
So sehr will ich es verstehn! 
So sehr 
Das was ihr seht will ich sehn! 
So sehr so sehr so sehr

Nena, "So sehr", 2005 Soundtrack zu Peter Pan 2

Sehnsucht & Sinnsuche gehören zusammen, wie Peter Pan und die Angst vorm Erwachsenwerden. Dem jungen Herz gehört die Sehnsucht. In Ländern, in denen Armut dann beginnt, wenn man Handy, Fernsehen, Internet, Computer, Haushaltsgeräte,Spielzeug und Suchtmittel nicht mehr regelmäßig durch neuere oder heile ersetzen kann, in denen ein so hoher Sättigungsgrad durch die bedingungslos unbedingt verfügbaren Notwendigkeiten und Luxusgüter erreicht ist, wird die Frage nach dem Sinn des Lebens zu einer lustvollen Last.
Wenn man alles hat: Freunde, genug Geld, Musik, Fernsehen, Internet, Handys und Computer, Parties und Essen, Mädchen und Jungs, Pornographie und echten Sex - wie soll man seinem Leben Sinn geben? Gibt es etwas zu erreichen? Was?
Fragt und horcht man um sich, dann ist die Antwort klar: Glück. 

Glück als höchstes Gut

In einer gesättigten Gesellschaft ist das höchste erreichbare Gut Glück. Es ist so sehr ein Gut geworden, dass manche Politiker fordern, man müsse "das Recht auf Glück" in der Verfassung verankern.
Jugendliche und junge Erwachsene: Sie leben genauso oder rein äußerlich besser, als ihre Eltern. Schon mit 18 haben sie Wohnungen, manchmal eigene. WG ist eine freiwillige Sache, viele können mit ihrem Partner oder sogar allein leben. Sie studieren, gehen Ausbildungen nach oder Hartzen. Alles ist fakultativ, alles kann, nichts muss. Was soll schon passieren? Selbst mit Nichts hat man noch alles. Denn was einem die Eltern nicht geben, das gibt der Staat. So schlafen sie bis in den Nachmittag, obwohl sie zur Uni oder zur Ausbildungsstätte müssten. Wozu sich anstrengen? Sie wissen es nicht.
Ihre Ausbildung macht ihnen keinen Spaß, das beklagen Viele. Spaß = das gehört zum persönlichen Glück dazu. Darauf verzichten empfinden sie als Zumutung. Wie halten die Alten das nur aus? Schuften in Jobs ohne Fun? Nicht wenige Erwachsene - ältere Semester - stimmen in das Klagelied der Generation Y, wie sie gern genannt wird, ein: Sie würden auch gern frei haben, feiern, entspannen, Urlaub machen, tun, wozu sie Lust haben. Sie werfen ihren Kindern oder "den jungen Leuten" ihre Faulheit, ihre Ambitionslosigkeit, ihr übersteigerstes Selbstgefühl und ihre Spaß - und Luxussucht vor, nur um einen Satz später zu betonen "Ich hatte es nicht so gut, wie du". So gut, wie du?
Ich weiß nicht. 

Gähnende Leere

Wenn ich mir die jungen Leute anschaue, dann sehe ich: Ausgebrannte Gesichter. Menschen, die ohne mindestens einmal die Woche gefeiert zu haben ihr Leben in Frage stellen. Menschen, die den Sinn von Arbeit und Leistung nicht verstehen, sich gegen Anstrengung wehren und unter den ihnen zugeteilten Aufgaben stöhnen. Menschen, die alles haben wollen und nur geben, was ihnen sinnvoll und angenehm erscheint. Strahlende Jugend? Das ist aus Zeiten der Märchen. Verstrahlte Jugend, motzende, nörgelnde Jugend, faule, rumharzende Jugend, überhebliche auf alles und jeden herabblickende Jugend: Das sehe ich viel zu oft.
Und ich habe Mitleid. Es gibt so Wenige, die von sich sagen können "Ich bin glücklich" (geschweige denn wirklich glücklich), dass es erschreckend ist. Alle haben alles: Aber sie sind unzufrieden, überfordert, gestresst, müde und erschöpft. Zu viele Aufgaben, zu viel Verantwortung, zu viele unerfüllte Träume und Luxusgüter, die es zu erreichen gilt. Sie hängen die Messlatte für sich und ihr junges Leben sehr hoch, wer nicht das vollkommene Glück erreicht hat ist und bleibt = unglücklich. Gleichzeitig machen sie den Fehler das volle Maß dessen, was für so ein "reiches & glückliches" Leben notwendig ist, ab. Oder aber sie stürzen sich in den einen Sinn, der ihnen greifbar scheint: Geld. Geld, um Konsumträume zu erfüllen. Sie gehen nicht mehr ihrem Wunschberuf nach, sondern dem, der Geld bringt. Viel und schnell. Sie haben keine Lust unnötig lange zu studieren, wozu auch, die Studienrichtung interessiert sie eh nicht!
Sie vernachlässigen ihre Talente, weil sie auf Sicherheit und Luxus bauen wollen - und von Kunst hat ja noch niemand ein Eigenheim gekauft, oder? Stimmt: Von Kunst allein nicht - sondern von Erfolg & harter Arbeit. 

Lustbetont: JA! Zweckgemäß: NÖ!

Glück = das Ziel derer, die alles haben. Denen keine Grenzen gesetzt sind.
Wenn sie aber merken, dass Glück nicht so leicht herzustellen ist. Dass man für Glück eine innere Überzeugung (für irgendwas) braucht. Dass man für Glück Aufgaben und handfeste Ziele braucht. Dass man für Glück Opfer bringen, arbeiten und aus seiner Komfortzone heraus muss: dann fühlen sie sich um "das echte Glück" betrogen, dieses Gefühl, dass sich einfach so einstellt.
 
Dann werden sie wütend. Oder deprimiert. Oder zynisch. Auf jedenfall sind sie aber eines: UN-GLÜCK-lich.

Die Wütenden, die Deprimierten & Die Zynischen

Die Wütenden suchen nach radikalen Normen, nach klaren Regeln. Sie zerschlagen, was die anderen haben, stehlen es, verwüsten es. Sie verachten andere Menschen, so, wie sie sich selbst verachten - tief in sich drin. Sie wollen sich nicht leer und hilflos fühlen, also machen sie sich stark, suchen Konflikte, in denen sie ihre Macht und Kraft beweisen dürfen.
Die Deprimierten verüben Selbstmord, flüchten sich in Räume ohne Denken und Verantwortung, betäuben ihre innere Leere mit lauter Musik, Drogen (Alkohol, Halluzinogene...), bleiben viel zu lange im sicheren Hafen "Elternhaus", alle Nachteile billigend in Kauf nehmend, und verpassen, wirklich zu leben.
Die Zynischen bauen sich das auf, was erreichbar scheint. Sie verbittern über den Stress, den sie haben, über die Träume, die sie sich trotz der Arbeit nicht erfüllen können, über die Menschen, die es doch schaffen, sie zu überholen. Sie nörgeln, meckern, stöhnen - und vor allem baden sie in ihrer Opferrolle, von der aus sie es erstaunlicher Weise dennoch schaffen, auf andere herabzublicken. Was sie auch tun: Ausgiebig.
Was heute vielen abzugehen scheint, ist es, Lasten zu tragen. Grenzen zu überwinden. Das Leben auszuhalten. Auszuhalten, wenn die Kollegen unsympathisch sind, der Chef ein Tyrann und das Agenturleben schnellebig und hart ist, die Beziehung anspruchsvoll und nicht konfliktfrei läuft und Glück ein nicht einfach herstellbarer Zustand ist. 

Alle Leser wissen, dass ich generalisiere. Ich kenne nicht "alle". Ich weiß, dass es Ausnahmen gibt. Ganze Gruppen von Ausnahmen. Aber die, die ich beschrieben habe, gibt es auch. Ebenso in Gruppen. Und ich begegne ihnen überall. Ich kenne zu Viele, die so sind.

Auf der Suche nach Sinn, im Glauben sie hätten ein Recht auf Glück, stolpern sie ziellos herum. Die unendlichen Möglichkeiten, die vor ihnen liegen, verstehen sie nicht als Wohlstand und Chancenvielfalt: Es ist eher eine Bedrohung, wie ein Labyrinth. Sie sehen nicht "Viele Wege führen nach Rom"; sondern dass zu viele Wege sie von Rom wegführen könnten.

Ich habe keine Lösung für das Dilemma, das diese Menschen haben. 
Einige von ihnen werden passiv aggressive "Unter-dem-Radar" - Flieger, die immer nur sehen, was sie nicht haben und mit ihrer schlechten Laune die Umwelt verpesten. Wieder andere werden Glücksritter, die von Wolke zu Wolke hüpfen und sich nie wundern, weshalb jede Wolke verpufft.  
Einige von ihnen werden junge Rebellen. Sie leben bei ihren Eltern und werden Salafisten, IS-Soldaten oder Links - bzw. Rechtsradikale, die Staatseinrichtungen oder Ausländer attackieren.

Was wir aber tun können: Selbst zufrieden sein! Wir müssen gute Vorbilder sein oder werden. Wenn wir ein Dach über dem Kopf, Möbel und Haushaltsgeräte, Geld für Essen und Trinken, und dann sogar noch Geld für Kinder, für Spielzeug und Luxusgüter haben - dann sollten wir Dankbarkeit und Zufriedenheit vorleben. Ist das nicht unglaublich viel, was wir dann haben? Noch dazu in Deutschland, wo Krankenversicherungen obligatorisch sind und die medizinische Versorgung beispielhaft im Vergleich zu vielen anderen Ländern der Welt ist! Denn das Jammern auf hohem Niveau: Das haben sich unsere Kinder vielleicht auch von uns abgeschaut.

Schlechte Vorbilder

Von den Medien, die "only bad news are good news" zelebrieren.
Von den Parteien, die die gute Arbeit ihrer Kollegen nicht öffentlich loben können, aber jeden Fehler ans Licht ziehen und öffentliche Schmähungen zelebrieren.
Von den Agenturen und Einrichtungen, die ihr Geld damit verdienen, anderen Menschen ihre Fehler aufzuzeigen und sie öffentlich an den Pranger zu stellen (Doktorarbeit & Co).
Von den Autoren, die ein Endzeitszenario nach dem nächsten publizieren.
Von den Lehrern, die unseren Kindern lauter Dinge beibringen, die sie nicht brauchen und ihnen einreden, dass sie mit oder ohne dieses unnütze Wissen ohnehin keine rosige Zukunft zu erwarten haben, da der demographische Faktor, die Regierung, die Rente, Putin, Obama etc...
Von Eltern, die ihren Kindern keine Arbeit abverlangen, keine Niederlagen zutrauen, keine Stärke abverlangen, kein Durchhaltevermögen erwarten, keine schlechten Zeiten zutrauen, keinen Stolz erlauben, keine Konkurrenz wünschen, keine Siege und keine Niederlagen zulassen und im Ausgleich für den Mangel an lebensechten Erfahrungen ihre kleinen Hintern mit allem unverdienten Luxus vollblasen

Where to start?

In den eigenen vier Wänden.
Ich will euch lächeln sehen.
Ich will euch positiv von eurer Arbeit reden hören.
Kein "Leider muss ich arbeiten", sondern "Gott sie Dank habe ich Arbeit".
Ich will euch lieben, eure Zeit, eure Partner und eure Kinder genießen sehen.
Ich will euch die kleinen Dinge zelebrieren sehen!
Ich will euch den Kauf globaler Luxusgüter überdenken sehen!
Ich will euch den Konsum von Medien, die euren Kindern Zukunftsängste und unrealistische Lebenserwartungen eintrichtern, überdenken sehen!
Ich will euch hart und konsequent sehen!
Ich will, dass ihr eure Kinder genauso Sieger wie Verlierer sein lasst!
Ich will, dass ihr euren Kindern Aufgaben gebt und sie arbeiten lasst!
Ich will, dass ihr euren Kindern Mut macht: Für die Zukunft!
Ich will, dass ihr selbst lernt, mutig zu sein.
Seid demütiger, seid dankbarer, seid hoffnungsfroher, seid zuversichtlicher!

Ich will, dass ihr frei nach einem chinesischen Sprichwort euren Kindern wünscht:
Mögt ihr in interessanten Zeiten leben!

Das Leben ist ein Geschenk, jeder Tag eine Chance, die Gegenwart ein Feuerwerk aus Wundern und Spektakeln! 

In diesem Sinne - 
Celebrate & Say your Thank you´s!






Fotos von Ryan McGuire, siehe hier http://gratisography.com/